Reinhold Kircher. / Foto: Lisa Laibach

Ein iPhone für 3 Euro: Ausverkauf beim Fundbüro in Hünfeld

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - 53 Euro zum ersten, zum zweiten – und zum dritten. Bei der Versteigerung der Fundsachen aus dem Fundbüro der Stadt Hünfeld wurde ein Goldring in kleinsten Schritten versteigert.

Von Lisa Laibach und Laura Gatterdam

Das war das teuerste Teil, das am vergangenen Mittwoch unter den Hammer kam. Zwei Bieter lieferten sich das Rennen – und das mit einem zwischenzeitlichen Missverständnis: Reinhold Kircher, der die Gegenstände versteigerte, hatte bei 22 Euro den Hammer fallen lassen und das obwohl der andere Bieter längst 23 Euro geboten hatte. Man einigte sich auf einen Wiedereinstieg in die Versteigerung bei 25 Euro. Also ging es weiter – 25, 29, 30, 35, 40, 41 und dann in Einer-Schritten bis zu 53 Euro.

Rund 70 Teile, die sich über die Zeit im Lagerraum des Fundbüros der Stadt bei Petra Wingenfeld angesammelt hatten, kamen bei der Versteigerung unter den Hammer. „Ein halbes Jahr müssen die Gegenstände mindestens lagern“, erklärt Wingenfeld. Der Besitzer könnte doch noch kommen und seinen verlorenen Gegenstand abholen. „Alles was in und um Hünfeld gefunden und nicht abgeholt wird, landet irgendwann bei der Versteigerung“, sagt Bastian Bayer von der Stadt.

Buggy für einen Euro? Kein Interesse!

Auffallend ist, dass so viele Fahrräder, mehr als 30, ihren Platz in der Lkw-Halle des städtischen Bauhofs gefunden haben. Wo man Fahrräder findet? „Am Straßenrand oder auf Feldwegen“, sagt Bayer.

Bereits nach den ersten drei Teilen muss Kircher gestehen: „Das sieht ja heute eher schlecht aus.“ Keiner der rund 30 Anwesenden wollte ein Fahrrad für zwei Euro und einen Kinder-Buggy nicht einmal für einen Euro ersteigern. Doch die Kauflaune stieg noch an. Viele Fahrräder, besonders für Kinder, wurden für einen, zwei oder drei Euro verkauft – Schnäppchen. Ebenso wie bei einigen Handys: ein iPhone mit einem zersplitterten Display oder andere Smartphones für drei Euro – für Bastler ein Paradies.

Horst Böttcher aus Burghaun ist eher spontan zur Versteigerung gekommen: „Ich suche eigentlich nichts Spezielles, aber die Fahrräder und Taschen interessieren mich.“

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