Fotos: Winfried Möller

Jugendliche Musiker begeistern bei „Winds, Strings und Voices“

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Vielfältig und herausragend war das Konzert „Winds, Strings und Voices“, das zum 14. Mal in der Stadthalle Kolpinghaus Hünfeld stattfand. Mit viel Beifall sowohl zwischen den Stücken als auch am Ende dankte die Zuhörerschaft den etwa 100 Akteuren, die das Jugendkonzert des Fördervereins Jugendmusiknetzwerk im Hessischen Kegelspiel gestaltete.

Mit der schwungvollen Musik „Danse Bacchanale“ (Arr. Jay Bocook) eröffnete das symphonische Blasorchester Colours of Wind, Leitung Programmkoordinator Martin Gensler den Abend. In seiner Begrüßung dankte Organisationsleiter Stefan Meyer den Sponsoren, die sich an der Crowd – Funding Aktion beteiligt hatten.

Von der VR – Bank NordRhön konnte er Vorstandsmitglied Gerhard Hahn, sowie für Landrat Bernd Woide, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, die Kreisbeigeordnete Mechthild Klee, Reckrod und für den erkrankten Hünfelder Bürgermeister Stefan Schwenk die Kulturdezernentin Martina Sauerbier, Dammersbach, Stefan Meyer nutzte die Konzertkulisse um Anke Wehner, seit dem Jahre 2010 Schatzmeisterin des Fördervereins Jugendmusiknetzwerk im Hessischen Kegelspiel zu verabschieden und Florian Schneider als neuen Schatzmeister vorzustellen. Anschließend übergab er die Moderation an Sophie Köhler und Fabian Krause.

Nach „Fusion“ einem weiteren Beitrag von Colours of Wind zeigte der Jugendchor St. Benedikt (Leitung Regionalkantor Christopher Löbens) seine stimmliche Qualität mit „Wer den Herren loben will“. Beim folgenden „Nobody knows the trouble I´ve seen” brillierten in den Soli Anna Löbens und Georg Rupprecht. Eine Werbung für Beten in anderer Form machte Paul Kohlmann ausdrucksstark als Rapper mit dem gleichnamigen Lied „Beten“ von Wolfgang Dieß. Das „Allegro“ aus dem Johann Sebastian Bach – Konzert in d-Moll spielte in ungewöhnlich leidenschaftlicher Stimmung das Kammerorchester Hünfeld und Wigbertschule (Leitung Thomas Nüdling) mit David Andruss am Klavier. Ein echter Projektchor ist „KlangFusion“.

Dem ehemaligen Musiklehrer der Wigbertschule Stefan Ragotzky gelingt es immer wieder ehemalige Schülerinnen und Schüler von ihm weither anreisen zu lassen und so eine stimmsichere Gesangsgruppe zusammenzustellen. So begeisterte „KlangFusion“ das Publikum mit „Solsbury Hill“ (Arr. Hans Jürgen Steffenhagen) und I´m A Train (Arr. Peter Night). Bei letzterem hatte man das Gefühl im Zug mitzufahren. „ChorLabor“ (Leitung John Hondorp) machte seinem Namen alle Ehre. Der holländische Musikprofessor ist ein musikalisches Phänomen.

Wer glaubte mit „Die Gedanken sind frei und O Täler weit o Höhen“ bekannte Volksliedmelodien zu hören, musste sich überraschen lassen. Bei den eigenwilligen aber wohlklingenden Arrangements von Oliver Gies zeigte ChorLabor Stimmsicherheit und Individualität, wobei das ursprüngliche Lied immer wieder heraushörbar war.

Der erste Teil des Konzertes beschloss die JuNuNet – Bigband (Leitung Pia – Maria Sauer). Mit großem Engagement dirigierte sie die mitreißenden Rhythmen von „Treasure“ (Arr. Paul Murtha) mit sauberem Saxophonsolo von Leonie Sagert und Trompetensolo von Christian Laibach sowie unter Beweis stellte.

Der zweite Teil des Konzertes war ganz Auszügen aus der Oper „Porky und Bess“ von George Gershwin gewidmet. Der reisende Erzähler (Paul Kohlmann) fand auf dem „Dorfplatz“ immer die rechten Worte und regionale Bezüge bei der Überleitung zu den einzelnen Melodien. Da alle Akteure mitwirkten war die Bühne des Kolpinghauses erweitert worden. Arrangeure waren John Hondorp, Martin Gensler und Mike Tomaro.

Soli sangen Jacqueline Hartwig und Anna Löbens (beide Sopran) sowie Georg Rupprecht (Bariton). Dirigenten waren John Hondorp und Pia-Maria Sauer und am Klavier Christopher Löbens. Mit einer Zugabe endete ein kurzweiliges musikalisch – hochwertiges Konzert von Musikern, auf die die Region stolz sein kann. / wim

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