Annsophie Rest (Mitte hinten) und ihre Turnmädels von der Leistungsgruppe 2 des TV Burghaun. / Foto: Sabine Kohl, Video: Felix Weigl

Jugendpreis 2018: Annsophie Rest füllt gleich drei Ehrenämter aus

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Burghaun - Annsophie Rest aus Burghaun ist eine von 15 Kandidatinnen und Kandidaten, die die Chance auf den Jugendpreis 2018 haben. Die 22-Jährige engagiert sich für die evangelische Kirchengemeinde und den TV Burghaun. Der Preis wird von unserer Zeitung und von move36 mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes ausgelobt. Ab 28. April können Sie, liebe Leserinnen und Leser, dann für Ihren Favoriten abstimmen.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabine Kohl

Gleich drei Ehrenämter füllt Annsophie Rest aus. Und für alle bringt sie vollen Einsatz. Wird ihr das nicht mal zu viel? „Nein“, sagt die 22-Jährige und fügt lachend hinzu: „Ohne meine Ehrenämter wäre mir sicher richtig langweilig.“

Annsophie Rest ist ein Energiebündel. Strahlend vor guter Laune stürmt sie in die Turnhalle der Ritter-von-Haune-Schule in Burghaun. Gerade kommt sie von einem Acht-Stunden-Tag im Kindergarten, in dem die gelernte Erzieherin neben ihrem Studium der Sozialen Arbeit anderthalb Tage in der Woche arbeitet.

Ihr erster Weg führt Annsophie in die Halle. Steht der Schwebebalken, das Reck? Sind die Matten an Ort und Stelle? Ist bei den Kindern alles in Ordnung? Dann erst hat sie Zeit für die Redakteurin, die unbedingt mehr über die Ehrenämter der 22-Jährigen erfahren möchte. „Eigentlich bleibe ich ja lieber im Hintergrund“, sagt Annsophie Rest. „Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, als ich von der Nominierung für den Jugendpreis erfahren habe.“

Für den wurde sie gleich zweimal, unabhängig voneinander, vorgeschlagen. Einmal für ihre Unterstützung der evangelischen Kirchengemeinde, einmal für ihr Ehrenamt im TV Burghaun, beim Turnen und in der Fastnacht.

Seit ihrer Konfirmation gestaltet Annsophie Rest – mit ihren Kolleginnen Heidrun Görk und Michaela Mörchen – jeden Sonntag die Kinderkirche der evangelischen Gemeinde in Burghaun. „Wir sind ein richtig gutes Team, jeder bringt seine Ideen ein“, berichtet die 22-Jährige begeistert. „Deshalb macht die Arbeit auch so viel Spaß.“

Regelmäßig treffen sich die drei Frauen, um die immer sonntags von 10 bis 11 Uhr stattfindenden Kindergottesdienste vorzubereiten. „Die laufen ähnlich ab wie die richtigen Gottesdienste“, erläutert Annsophie. „Wir beten, singen Lieder oder Psalme und lesen Geschichten aus der Bibel. Und anschließend wird passend zum Thema etwas gebastelt oder gespielt.“

Bevor sie die Organisation übernommen hat, besuchte die Burghaunerin selbst regelmäßig die Kinderkirche. Genauso war es auch im Turnverein. Annsophie Rest turnt selbst seit ihrer Kindheit. Da scheint es nur logisch, dass sie seit sieben Jahren selbst eine Gruppe trainiert. Allerdings trainiert sie mit Inken Kasper zusammen nicht nur zweimal in der Woche ihre Mädels der Leistungsgruppe 2, die alle zwischen 11 und 14 Jahren alt sind. Seit einem Jahr ist sie auch Oberturnwart des Vereins. Und hinter diesem Posten steckt eine Menge Verwaltungsarbeit.

„Ich kümmere mich um Ausschreibungen, Wettkampfmeldungen, organisiere Kampfrichter, koordiniere die Gruppen und hole bei Bedarf neue Trainer an Bord“, erzählt Annsophie. Im vergangenen Jahr etwa hat sie die Turngruppen neu strukturiert und eine Gruppe neu eröffnet, weil sich nach der Aufführung des Turnmusicals so viele Kinder angemeldet hatten. So ein Musical gibt es beim TV Burghaun alle zwei Jahre. Mehr als 100 Kinder machen dort mit. „So eine Neugründung ist gar nicht so einfach, wenn es zum Beispiel gilt, Trainer zu finden“, sagt sie. „Aber ich möchte ja auch nicht, dass die Kinder so lange warten müssen, bis ein Platz für sie frei ist.“

Warten lassen möchte sie auch niemanden, wenn es um die Fotos der Burghauner Fastnachtsveranstaltungen geht. Seit diesem Jahr kümmert Annsophie Rest sich nämlich auch um die Pressearbeit der Fastnacht ihres Heimatortes, schreibt Berichte, koordiniert die Facebookseite oder sortiert eben die zahlreichen Fotos, um die Homepage des Vereins zu bestücken. „Da lege ich schon mal die ein oder andere Nachtschicht ein“, erzählt sie.

„Klar ist das alles auch mal anstrengend und es bleibt wenig Zeit für mich“, sagt die 22-Jährige. Aber deswegen kürzer treten? Nein, das möchte sie nicht. „Ich mache das alles unheimlich gerne. Meine Ehrenämter sind einfach ein Teil von mir.“

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