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Keine Asylbewerber mehr im Hoffnungshaus: Verträge zwischen Landkreis und Betreiberin Eva Hirsch vorzeitig aufgehoben

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Steinbach - Das Hoffnungshaus in Steinbach wird vom Monatsende an nicht mehr als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Der Landkreis und die Inhaberin der Immobilie, Eva Hirsch, haben den Vertrag über die Nutzung als Asylbewerberquartier in gegenseitigem Einvernehmen gelöst.

Haben viel Herzblut in das Hoffnunghaus investiert: Petra Sunda (hinten links mit Malva) und Eva Hirsch (daneben mit Rufta). / Foto: Josephin Chilinski

In einer ausführlichen Stellungnahme begründet Hoffnungshaus-Initiatorin Eva Hirsch ihre Entscheidung. Sie verweist darin insbesondere auf die Spannungen, die dadurch entstünden, dass die Menschen unfreiwillig diesem oder jenem Quartier zugewiesen worden seien. „Fast keine Familie wollte in unser Hoffnungshaus“, betont sie mit Bedauern. Eine Unterkunft, bei der es „keinen Aldi um die Ecke“ gebe, werde von den meisten nicht geschätzt.

Hinzu komme, dass den Betreibern einer Unterkunft die Hände gebunden seien, wenn sich jemand nicht an die im Haus geltenden Regeln halte.

Die Initiative Hoffnungshaus war 2015 mit dem hessischen Integrationspreis ausgezeichnet worden.

Warum Hirsch in der Struktur des bundesdeutschen Asylrechts ein grundsätzliches Problem sieht und mehr lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Hünfelder Zeitung sowie im E-Paper.

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