Foto: Gemeinde Rasdorf

Kindergarten in Rasdorf: Herbst- und Osterferien ohne Schließtage

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Rasdorf - Rasdorf hat einen neuen Betriebsvertrag für den Kindergarten mit der katholischen Kirchengemeinde abgeschlossen. Darin ist festgeschrieben, dass es in den Herbst- und Osterferien keine Schließtage geben wird und auch in den Sommerferien eine Betreuung sichergestellt ist.

Von unserem Redaktionsmitglied Hartmut Zimmermann

Die Gemeindevertretung beschloss – den in mehreren Sitzungen mit den Vertretern der Kirchengemeinde ausgehandelten Vertrag – in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einstimmig.

In seinen Erläuterungen dazu hatte Bürgermeister Jürgen Hahn (CDU) betont, dass die Gemeinde Rasdorf aufgrund ihres Selbstverständnisses als familienfreundliche Kommune darauf gedrungen habe, eine auch für berufstätige Eltern handhabbare Schließzeit-Regelung zu finden. Daher sei nun vertraglich geregelt, dass es in den Oster- und Herbstferien keine Schließtage geben werde. Zudem wird in den Sommerferien eine Betreuung der Kinder sichergestellt. Wie Hahn weiter ausführte, werden die Schließtage gemeinsam von Kita-Leitung, Eltern und Gemeinde festgelegt.

Der neuen Vereinbarung liegt ein Rahmenvertragsmuster zugrunde, dass mit dem Bistum ausgehandelt worden war. Es sieht vor, dass die Kostenübernahme durch die Kommune von früher 75 Prozent mit dem Beginn dieses Jahrs auf 80 und ab 2022 auf 84 Prozent steigt. Zudem übernehmen die Kommunen die gesamte Baulast. Im Gegenzug wird den politischen Gemeinden mehr Mitsprache zum Beispiel bei Personalentscheidungen zugestanden.

Han betonte, die Point-Alpha-Gemeinde sei auch bereit gewesen, die Trägerschaft des Kindergartens ganz zu übernehmen. Das habe aber die Kirchengemeinde ausdrücklich nicht gewollt. Der Bürgermeister dankte der Kirchengemeinde für das gute Miteinander.

Ausschüsse

Mit einer Änderung der Hauptsatzung stellte die Gemeindevertretung die Weichen für eine Verringerung der Zahl der Ausschüsse. An Stelle der bislang drei Gremien (Haupt- und Finanzausschuss, Ausschuss für Bau, Landwirtschaft und Umwelt sowie Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales soll es nach der Kommunalwahl von 2021 nur noch zwei Beratungsgremien geben: den Ausschuss für Bau, Umwelt und Finanzen sowie den Ausschuss für Familie, Jugend und Kultur. Auch diese Entscheidung fiel einstimmig.

Dorfentwicklung

Die Gemeinde Rasdorf strebt an, für den Zeitraum von 2020 bis 2027 in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen zu werden, das vom Land Hessen über die Wi-Bank angeboten wird. Die Vertretung beauftragt den Gemeindevorstand, bis zum Monatsende einen entsprechenden Antrag beim Landratsamt zu stellen. Wie Hahn erläuterte, bewerben sich auch Tann und Hosenfeld darum. In der Regel komme pro Landkreis eine Kommune zum Zuge. Wenn aber hessenweit weniger Anmeldungen kämen, könnten auch zwei Landkreis-Kommunen bedacht werden.

Hahn betonte, das für alle drei Ortsteile geltende Programm biete Chancen gerade für die Siedlungsentwicklung: Hier könne die Umwandlung früher landwirtschaftlich genutzter Immobilien zu Gewerbeflächen oder Wohnhäusern gefördert werden.

„Grün“ für Haushalt

Die Kommunalaufsicht hat den Haushaltsplan Rasdorfs für das laufende Jahr bewertet und der Kommune bescheinigt, dass die Finanzdinge in bester Ordnung sind: Rasdorf erzielte 100 von 100 möglichen Punkten. Die mit dieser Wertung verbundene Ampelfarbe „Grün“ signalisiert die Solidität der Gemeindefinanzen.

Sowohl Hans-Jürgen Stark, der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, als auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Klaus-Peter Sauerbier (beide CDU), lobten Bürgermeister Hahn und das Verwaltungsteam für das umsichtige Wirtschaften zum Wohl der Gemeinde. Dafür werde man von anderen Kommunen beneidet.

  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren