Foto: Charlie Rolff

Klatsche im Landesliga-Derby – Hünfelds Hölzinger sauer auf Schiedsrichter

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Es sollte spannend und torreich werden, am Ende wurde es einseitig und aus Hünfelder Sicht deutlich zu hoch. Mit 28:41 (14:17) Toren unterlagen die HSV-Handballer zu Hause Derbygegner Hersfeld und nehmen eine Sperre und einen Verletzten mit in die kommenden Wochen.

Von unserem Redaktionsmitglied Ann-Katrin Hahner

„Aus Höflichkeit und Respekt vor dem Ehrenamt sage ich nichts zu den Schiedsrichtern. Nur soviel: Der HHV-Stab muss überlegen, ob diese Leistung für die Landesliga ausreicht“, sagte HSV-Trainer Holger Hölzinger nichts und gleichzeitig alles zur Leitung der Partie durch die beiden Offiziellen, Sebastian Bökamp und Fabian Kämmerer. Wenn auch die Leistung der Referees nicht der einzige Grund war, warum die HSVler am Samstagbend als deutlicher Verlierer in die Kabine gingen, so waren es doch die frühen Entscheidungen des Gespanns, welche die Niederlage der Haunestädter zumindest begünstigten.

Gleich zum Start der Begegnung ging es in beiden Abwehrreihen ob des Derby-Charakters einigermaßen hektisch und ruppig zur Sache. Anstatt früh durch Zeitstrafen auszubremsen, dass sich die Partie weiter hochschaukelte, hielten sich die Schiedsrichter strikt an die Vergabe von Gelben Karten – obwohl einige Situationen bereits mehr verdient hätten. Entsprechend hart traf es die Hünfelder dann zu Beginn der 13. Minute, als Jannik Bachus für ein Foul an Lasse Reinhardt, das die Offiziellen als Schlag ins Gesicht gewertet hatten, die Rote Karte und dann, als drei Hersfeld-Spieler den Ex-Fliedener umzingelten, offensichtlich wegen einer Bemerkung die Blaue Karte gezeigt bekam.

Beim Heimteam riss der Faden

Auch, wenn der Ärger über diese Bestrafung groß war, gelang es den Hünfeldern, sich nicht vom Weg abbringen zu lassen und die Partie mit 6:7 und 10:9 (19.) weiter offen zu halten. Zumindest bis Felix Kircher nach einem Foulspiel mit Verdacht auf Bänderriss ausschied für den Rest der Partie nicht mehr eingesetzt werden konnte. „Wenn so etwas passiert und aus einem Konstrukt zwei so zentrale Figuren in Angriff und Defensive wegbrechen, dann kann man nicht unbedingt mehr rausholen“, so Hölzinger.

Aufgrund der Schwächung riss beim Heimteam noch vor der Pause der Faden, so dass sich die Festspielstädter rasch absetzten und sich im zweiten Durchgang dank Keeper Tobias Kretz, der gefühlt jeden zweiten Ball entschärfte, nicht mehr groß zum Auswärtssieg strecken mussten – Auch, weil Hünfeld nach beiden Ausfällen keinen Feld-Auswechselspieler zur Verfügung hatte und auf Lukas Rehberg, der zuvor noch für die zweite Mannschaft aktiv war und die erste Hälfte als Zuschauer verfolgt hatte, als Stütze zurückgreifen musste.

Hünfeld: Masché, Simon, Voß; Bachus, Gute (4), Heidler (1), Kircher (1), L. Rehberg (1), Sauer (6/2), Sauerbier (5), Sitzmann (9), Wald (1).

Hersfeld: Kretz; F. Deppe (2), J. Deppe (10/3), Förtsch, A. Krause (7/2), M. Krause (1), Remenski, Koch (4), Räther, Reinhardt (1), Rübenstahl (9), Wiegel (2).

Schiedsrichter: Bökamp/Kämmerer (Walldorf/SKV Mörfelden). Zuschauer: 425. Zeitstrafen: 3/4. Rote Karte: Michael Krause (20.) Blaue Karte: Jannik Bachus (13.). Beste Spieler: Fabian Sauer (HSV); Tobias Kretz (TV Hersfeld).

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