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Kommunale Gremien verkleinern: Sauerbiers Vorschlag stößt nicht auf Zustimmung

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Burghaun - Um die Effizienz der Arbeit zu steigern und mehr Kräfte für die ehrenamtliche Arbeit auch jenseits der Kommunalpolitik zu haben, will Burghauns parteiloser Bürgermeister Simon Sauerbier die Zahl der gemeindlichen Gremien verringern und deren Mitgliederzahl senken. Am Donnerstag wird darüber in der Gemeindevertretung gesprochen.

Von unserem Redaktionsmitglied Hartmut Zimmermann

Sauerbiers These: Weniger und kleinere Gremien erhöhen im Miteinander mit der Verwaltung zum einen die Effizienz der politischen Arbeit. Zudem setze der geringere „Personalbedarf“ der Kommunalpolitik Kräfte frei, die sich an anderen Stellen in den Orten segensreich betätigen könnten: als Schöffen, als Trainer, in der Gemeindebibliothek. „Wir entlasten das Ehrenamt und steigern die Effizienz, indem wir abspecken“, betont der Bürgermeister.

Die Ausgangssituation in Zahlen: Derzeit, so listet Sauerbier auf, sind in den Gremien von den Ortsbeiräten über die Kommissionen für Brandschutz und Friedhofswesen, die Gemeindevertretung und den Gemeindevorstand 127 Menschen für die Marktgemeinde Burghaun ehrenamtlich im Einsatz.

Zahl der Gremien halbieren

Aus Sauerbiers Sicht sind das zu viele – auch weil andernorts händeringend Ehrenamtliche gebraucht würden. Daher regt er an, die Zahl der Gremien zu halbieren und im Endeffekt statt der jetzt 127 Menschen mit insgesamt 80 Personen im Ehrenamt auszukommen.

Dazu sollen die Kommissionen, die die Kommunalpolitiker und die Verwaltung sachkundig beraten, neu geordnet werden. Eine weitere massive Veränderung ist die von Sauerbier vorgeschlagene Senkung der Mitgliederzahlen der Ortsbeiräte. Mittelfristig sei es auch denkbar, „Ortsbezirke“ zu bilden, in denen mehrere Dörfer zusammengefasst würden.

„Burghaun muss schlanker werden“

Sauerbier ist sich bewusst, dass seine Initiative keine Begeisterungsstürme auslöst. „Burghaun muss schlanker, schneller und besser werden“, betont Sauerbier. „Meine Pflicht als Bürgermeister ist es, Burghauns wichtige Grundlagen zu entwickeln, auch wenn es politisch nicht opportun erscheint: Es ist richtig – der Gedanke muss in die Welt.“

Burghaun brauche eine Gremienstrukturreform, um mit seiner kleinen Verwaltung effizienter arbeiten zu können. Man müsse diesen Fragenkreis ohne Denkverbote angehen, betont er.

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