Hünfelds Jannik Bachus hatte gegen Zierenberg nicht seinen besten Tag, traf nur zwei Mal und musste zudem in der 42. Minute mit Rot vom Parkett. / Foto: Charlie Rolff

Landesliga Handball: Hünfelds Kircher wie ein heißes Messer durch Butter

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Pflicht erfüllt – und das am Ende auch deutlich. Allerdings taten sich die Landesliga-Handballer des Hünfelder SV lange schwer, den HSC Zierenberg in die Knie zu zwingen und ihren zweiten Saisonsieg zu feiern. Am Ende hieß es 41:30 (23:20) gegen den Tabellenletzten.

Von unserem Redaktionsmitglied Thomas Schafranek

Hünfeld-Trainer Holger Hölzinger war nach der über weite Strecken zerfahrenen Partie erleichtert. „Wir haben 40 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Aber wir haben Geduld bewiesen und zum Schluss unseren Siefel heruntergespielt. Ich bin durchaus zufrieden“, meinte Hölzinger.

Knackpunkt des Spiels war die 39. Spielminute, als zunächst Zierenbergs Andreas Rudolph und 60 Sekunden später auch sein Teamkollege Matthias Spangenberg – bis dahin Dreh- und Angelpunkt des Aufsteigers – mit Roten Karten vom Parkett geschickt wurden, beide wegen massiven Greifens in den Wurfarm ihres Gegenspielers. Hünfeld nutzte diese Schwächung des Gegners und zog sukzessive davon. Spätestens mit der Sechs-Tore-Führung in der 49. Minute (34:28) war die bis dahin tolle Moral der Nordhessen gebrochen. „Großen Respekt an Zierenberg. Sie haben uns wirklich alles abverlangt“, lobte Hölzinger das große Kämpferherz der Gäste.

Die hatten sich insbesondere in Halbzeit eins auf Augenhöhe präsentiert. In einem wilden Spiel agierten aber beide Defensivreihen kaum einmal auf Landesliga-Niveau. Überragend spielte beim HSV jedoch Felix Kircher, der immer wieder mit Wucht durch die Zierenberger Abwehr – wie ein heißes Messer durch Butter – brechen konnte. Dennoch lag Zierenberg zur Pause nur mit drei Toren hinten. Alles war noch drin.

Und so kamen die Mannen von Trainer Thomas Dittrich auch gallig aus der Kabine, wollten unbedingt ihren ersten Saisonpunkt, kamen auf 23:24 ran. Dann aber folgte die besagte 39. Spielminute, nach der Hünfeld „viele gute Ballgewinne hatte“, wie Hölzinger analysierte. „Zudem konnten wir uns am Ende auch auf Samu verlassen“, sagte Hölzinger und meinte damit die beste Phase seines Keepers Samuel Masché, der in den letzten 15 Minuten etliche starke Paraden zeigte. Dass in den letzten paar Minuten auch Fabian Simon als Masché-Ersatz glänzen konnte, rundete die gute Hünfelder Schluss-Performance ab.

Diese braucht es aus HSV-Sicht in der kommenden Woche allerdings über einen längeren Zeitraum, wenn man etwas Zählbares vom Derby mitbringen will. Denn am Sonntag (19 Uhr) geht es zum ungeschlagenen Tabellenführer Großenlüder/Hainzell.

Hünfeld: Masché, Simon; Sitzmann (7), Sauer (7/4), Bachus (2), Walter (3), Gute (1), Aha, Heidler, Wald (6), Wagner (1), Sauerbier (2), Kircher (12).

Zierenberg: Krümmel, Meyer; Richter, Barthel (3), Weber, Feyh, Schnitzer (7), M. Kunz (4), Hörder (7), Stiegenroth (1), Rudolph, Spangenberg (5/3), D. Kunz, Eckhardt (3/1).

Schiedsrichter: Simon Hoffelner (HDG Oberhessen) / Vinzenz Krell (HSG Kinzigtal). Zuschauer: 250. Zeitstrafen: 7/4. Rote Karten: Rudolph (39.), Spangenberg (40., beide Zierenberg) / Bachus (42., Hünfeld). Beste Spieler: Kircher / Spangenberg, Hörder.

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