Burghauns Bürgermeister Simon Sauerbier (links) und Christof Erb, Koordinator für den Mobilfunkausbau im Landkreis Fulda.
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Bei vielen Fragen zum Mobilfunkausbau in Kontakt: Burghauns Bürgermeister Simon Sauerbier (links) und Christof Erb, Koordinator für den Mobilfunkausbau im Landkreis Fulda.

Maste für Rothenkirchen und Langenschwarz

Letzte Funklöcher in Burghaun sollen verschwinden

  • Johannes Götze
    vonJohannes Götze
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Funklöcher und schlechter Empfang sollen im Laufe des kommenden Jahres auch in Rothenkirchen und Langenschwarz der Vergangenheit angehören. Wie Bürgermeister Simon Sauerbier (parteilos) berichtet, wird dann der bewohnte Raum in der Marktgemeinde Burghaun komplett mit stabilem Mobilfunk versorgt sein.

Burghaun - Möglich wird das durch den Mobilfunkpakt des Landes Hessen. Dieser war mit den Unternehmen Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone geschlossen worden, damit Kommunen in ländlichen Gebieten auf den neuesten Stand im Bereich Mobilfunk-Versorgung gebracht werden können.

Keine Kosten dank Fördergeld

Die damit verbundenen Fördergelder sind notwendig, weil sich Mobilfunkanbieter häufig scheuen, in dünn besiedelten Gebieten Maste aufzustellen, da sie die entstehenden Kosten nur schwer bei den Endkunden auffangen können. Deswegen müssen Kommunen oft selbst für einen Teil der Kosten aufkommen. Das wären für die Burghaun eine fünfstellige Summe pro Standort gewesen.

Dank des Fördergeldes entstehen der Marktgemeinde nun aber keine Kosten – sie erhält im Fall Rothenkirchen sogar noch Pachteinnahmen von den Mobilfunkanbietern.

Bahn-Fahrer profitieren ebenso

Profitieren wird nun nicht nur die Gemeinde und deren Bürger, sondern auch die Deutsche Bahn, die bislang im Bereich Rothenkirchen ihren Kunden kein mobiles Netz anbieten konnte und daher bereits eine Anfrage an die Gemeinde gestellt hatte.

Für Sauerbier ist die Aufstellung der neuen Maste ein ganz großer Schritt: „Wir haben die Zeichen der Zeit und die Möglichkeiten erkannt und konnten die Umsetzung rasend schnell verwirklichen. Der besondere Dank gilt Bund und Land, ohne deren Mittel das nicht möglich gewesen wäre.“

Warum Burghaun zu den ersten Kommunen zählt, die von den Fördergeldern profitiert und sich deswegen sogar ein Lob von Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus einheimste, erklärt Sauerbier: „Jetzt sind die finanziellen Mittel vorhanden, die man nutzen sollte. Wichtig war eine gute Vernetzung mit den zuständigen Behörden, eine sehr gute Ortskenntnis und das notwendige Know-how, um eine schnelle und geeignete Standortsuche für die Mobilfunkmaste durchführen zu können.“

2021 keine weißen Flecken mehr

Sauerbier betont, wie wichtig die Sicherstellung der digitalen Infrastruktur mit einem stabilen Mobilfunknetz, aber auch mit einer guten Breitbandversorgung ist. „Aktuell sehen wir, wie sich der flächendeckende Breitbandausbau in der Gemeinde bezahlt gemacht hat. Home-Office in diesem Maße, wie es während der Corona-Pandemie genutzt wird, wäre vor wenigen Jahren noch nicht vorstellbar gewesen. Und dass nun auch der Mobilfunkausbau in absehbarer Zeit vollendet wird, ist das i-Tüpfelchen.“

Bis die Maste tatsächlich errichtet werden, dauert es allerdings noch etwas. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird es in der Marktgemeinde dann aber keine weißen Flecken mehr geben.

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