Ein 16-jähriger Junge war bei einer Kollision mit einem Mähdrescher schwer verletzt worden.
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Ein 16-jähriger Junge war bei einer Kollision mit einem Mähdrescher schwer verletzt worden.

Lebensbedrohliche Verletzungen

Verfahren wird gegen Schmerzensgeld eingestellt: Moped-Fahrer bei Unfall schwer von Mähdrescher verletzt

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
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Die Akten des Unfalls, bei dem 2019 ein jugendlicher Motorradfahrer in Gotthards lebensbedrohlich verletzt worden war, werden nun geschlossen: Das Gericht wird das Verfahren gegen den Landwirt gegen ein zu zahlendes Schmerzensgeld einstellen.

Gotthards/Fulda - Ein damals 16-Jähriger war Anfang August 2019 bei einem Zusammenstoß mit einem Mähdrescher lebensgefährlich verletzt worden. Bei der Kollision auf einem Feldweg am Ortsausgang von Gotthards hatte sich die Spitze eines sogenannten Ährenhebers an der Front des Landmaschine in den Brustkorb des Motorradfahrers gebohrt.

Der junge Mann überlebte den Unfall, bei dem er sich nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Fulda schwere Verletzungen des rechten Brustraums mit Leberverletzung, Rippenfrakturen, Muskelzerreißungen sowie Schnittwunden zugezogen hatte. Elf Tage lang war er im Klinikum Fulda behandelt worden.

Nach lebensbedrohlichem Unfall in Gotthards wird Verfahren gegen Mähdrescher-Fahrer eingestellt

Die Staatsanwaltschaft hatte ein Verfahren gegen den Fahrer des Mähdreschers eingeleitet, der auf dem Feldweg ohne Schutzvorrichtung auf den Ährenhebern gefahren war. Wie Staatsanwältin Dr. Christine Seban als Sprecherin der Behörde mitteilte, wurde nun das Verfahren durch Verfügung vom 7. August 2020 mit Zustimmung des Gerichts vorläufig eingestellt.

Der Mähdrescher-Fahrer muss ein Schmerzensgeld in Höhe von 2500 Euro zahlen. Das ist nach den Regeln der Strafprozessordnung möglich, „wenn die Schuld des Täters als gering anzusehen wäre und kein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht“.

Der Unfall, bei dem der Motorradfahrer von einem Ährenheber geradezu aufgespießt worden war, war auch für die beteiligten Helfer, unter denen sich aufgrund des Termins in den Ferien viele jugendliche Feuerwehrleute befanden, sehr belastend gewesen.

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