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Menschenhandel, Ausbeutung und Zuhälterei: Bundespolizei durchsucht deutschlandweit Bordelle

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Frakfurt/Hünfeld - 62 Bordelle und Wohnungen in zwölf Bundesländern haben gut 1500 Beamte der Bundespolizei in den frühen Morgenstunden am heutigen Mittwoch durchsucht. Im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main haben die Beamten insgesamt sieben Haftbefehle vollstreckt.

Gegenstand des Ermittlungskomplexes sind der Verdacht der banden- und gewerbsmäßigen Einschleusung von Ausländern, des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, der Ausbeutung von Prostituierten, der Zuhälterei, des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt sowie der Steuerhinterziehung.

Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärt hierzu: „Der Bundespolizei ist ein harter und in seinem Ausmaß beispielloser Schlag gegen ein bundesweit verzweigtes Netzwerk der Organisierten Kriminalität gelungen. Viele hunderte Frauen und Männer waren der menschenverachtenden grenzenlosen Profitgier von Schleusern über Jahre und Landesgrenzen hinweg ausgeliefert. Diesem skrupellosen Vorgehen und der sexuellen Ausbeutung in einem abscheulichen Ausmaß konnte heute ein Ende gesetzt werden. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz.“

Dr. Dieter Romann, Präsident des Bundespolizeipräsidiums: „Es geht den Kriminellen nicht um humanitäre Fluchthilfe, sondern um persönliche Bereicherung in Form menschenverachtender Ausbeutung. Erneut zeigt sich: Organisierte Schleusungskriminalität ist häufig erst der Anfang für weitere Verbrechen!“ / ls

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