Dr. Gerhard Lang lässt es demnächst ruhiger angehen. / Foto: Helios Klinik

Nach 33 Jahren in Hünfeld: Unkonventionelles Markenzeichen der Klinik sagt „Tschüss“

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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HÜNFELD - Die Wertschätzung für diesen Mann ist riesig – egal ob von Seiten seiner Patienten oder seiner Kollegen. Dr. Gerhard Lang ist in seinen 33 Dienstjahren in Hünfeld zum Markenzeichen der Helios Klinik geworden – und hat Maßstäbe gesetzt, die auch nach seinem Start in den Ruhestand Bestand haben sollen.

Am Hünfelder Krankenhaus sei er ohne Zweifel eine „medizinische Institution“ und der dienstälteste Mediziner der Klinik. So leitet die Helios Klinik eine Pressemitteilung anlässlich des anstehenden Ruhestands von Dr. Gerhard Lang ein. Nach 33 Dienstjahren in Hünfeld lässt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt es ruhiger angehen.

Wie Klinikgeschäftsführerin Sandra Henek mitteilt, hat er in dieser Zeit allein rund 25.000 Patienten stationär an der Klinik gemeinsam mit seinem Praxiskollegen Dr. Ralf Liebetrau behandelt. Zum 1. April gibt er den Staffelstab sowohl in der Praxis im Hünfelder Ärztehaus als auch in der Belegabteilung in der Klinik an seinen jüngeren Kollegen Dr. Malte Kollert weiter, der vom Klinikum Fulda nach Hünfeld wechselt.

Immer für seine Patienten da

Wie sehr Dr. Lang, der in den ersten 10 Jahren sowohl Praxis als auch Belegabteilung alleine geführt hatte, zu einer Institution für die gesamte Region geworden ist, wird nicht zuletzt an dem großen Einzugsbereich deutlich. Die Patienten kommen nicht nur aus dem Hünfelder Land, sondern weit darüber hinaus, auch aus dem Fuldaer Raum, dem Geisaer Amt, aus der Bad Hersfelder Region und dem Vogelsberg.

Seinen hervorragenden Ruf habe sich Dr. Gerhard Lang nicht nur als außerordentlich kompetenter Mediziner erworben, sondern auch durch seine besondere Einsatzfreude am Dienst an den Menschen, erklärte Henek. Die ersten zehn Jahre stand er jedes Wochenende persönlich seinen Patienten zur Verfügung, bis er sich dann mit seinem Praxiskollegen Dr. Liebetrau abwechseln konnte. Mit einer üblichen Regelarbeitszeit sei er dabei nie ausgekommen, sondern war für seine Patienten rund um die Uhr erreichbar.

Markenzeichen für die Klinik

Auch im ärztlichen Kollegium der Klinik habe sich der erfahrene Mediziner hohe Wertschätzung erworben, sagt die Geschäftsführerin, die sich darüber freut, dass mit Dr. Kollert ein kompetenter und engagierter Nachfolger gefunden werden konnte. Die HNO-Abteilung sei für die Klinik ein wichtiger Baustein im Versorgungsauftrag und habe sich zu einem Markenzeichen für das Haus mit einer weit über die Region hinausreichenden Ausstrahlung entwickelt. Dr. Lang habe stets viel Einfühlungsvermögen bewiesen, zumal zu seinen Patienten oft kleine Kinder gehörten. Sein operatives Spektrum reichte von der Entfernung der Mandeln und Rachenmandeln, über Korrekturen der Nasescheidewand und der Nasennebenhöhlen bis hin zu plastischen Korrekturen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich.

„Nicht nur in medizinischen Belangen sondern oft auch in strategischen Entscheidungen konnte ich jederzeit auf den guten Rat von Dr. Lang zählen. Seine langjährige Erfahrung, die gute Einschätzung der regionalen Gesundheitslandschaft und seine unkonventionelle Art waren immer sehr wertvoll für mich. Das wird mir fehlen. Wir sind sicher, dass Dr. Liebetrau gemeinsam mit Dr. Kollert die hohen Maßstäbe, die durch Dr. Lang in 33 Jahren gesetzt werden konnten, auch weiterhin Gültigkeit behalten werden.“, sagt Sandra Henek. / pm, sps

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