Fotos: Hartmut Zimmermann

Nandu auf Wiese bei Leibolz gerissen – von Wolf getötet?

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Leibolz - Ein Nandu ist in der Nacht auf Donnerstag auf einer Wiese bei Leibolz gerissen worden. Der Eigentümer hält es für wahrscheinlich, dass ein Wolf in die umzäunte Wiese am Ortsrand eingedrungen ist.

Von unserem Redaktionsmitglied Hartmut Zimmermann

Am Donnerstagmorgen fand Thomas Zintl den Nandu-Kadaver. Er hielt das Tier mit zwei Artgenossen und einer Reihe von Hühnern auf einer mit einem Zaun von 1,50 Meter Höhe eingefriedeten Wiese unweit seines Geflügelhofs. Kopf und Hals des Tieres fehlten, die Eingeweide ebenfalls.

Er gehe davon aus, dass ein Wolf das Tier gerissen habe, sagte Zintl gegenüber unserer Zeitung. „Was könnte da sonst in Frage kommen?“.

Ergebnis liegt in einigen Wochen vor

Um den Sachverhalt zu klären, habe er umgehend das Regierungspräsidium Kassel (RP) verständigt. Von dort werde jemand kommen, um den Kadaver zu untersuchen und gegebenenfalls Proben für eine Untersuchung des Erbmaterials des Raubtiers aus der Wunde zu nehmen. Bei der RP-Pressestelle bestätigte man den Vorfall: Ein ehrenamtlicher Prüfer werde nach Leibolz kommen. Diese Aufgabe übernahm ein Mitarbeiter des Forstamts Hofbieber.

Das auf Wolf-DNA zu untersuchende Material wird nun im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, bei dem das Wolfsmanagement angesiedelt ist, genauer unter die Lupe genommen. Mit einem Ergebnis ist erst in einigen Wochen zu rechnen.

Nandus sind kleinere Strauße

Das Nandu ist ein mit dem Stauß verwandter Vogel, der in den kälteren Regionen Südamerikas zu Hause ist. Nandus sind deutlich kleiner als Strauße, die Tiere haben eine Rückenhöhe von rund 90 Zentimetern. Das gerissene Tier von Leibolz, eine Henne, gehörte zu einer Zuchtgruppe von insgesamt drei weißen Nandus am Hof der Zintls.

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