Foto: Sabrina Mehler

Neue Notärztin an der Helios-Klinik in Hünfeld

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Seit dem 1. Oktober gibt es am Notarzt-Standort an der Helios-Klinik in Hünfeld eine personelle Veränderung: Dr. Birgit Lehnhardt (49) aus Bad Hersfeld ist neue hauptamtliche Notärztin und Standort-Leiterin. Sie wurde am Mittwoch während eines Pressetermins vorgestellt.

Weil der bisherige Notarzt seine Tätigkeit bereits Ende Juli beendet hatte, war eine schnelle Stellenausschreibung notwendig gewesen, berichtet Steffen Diegmüller, Leiter des Rettungsdienstes. Fündig wurde der DRK-Kreisverband Hünfeld im Nachbarlandkreis: Birgit Lehnhardt war bisher Oberärztin in der Anästhesiologie im Kreiskrankenhaus in Rotenburg an der Fulda und zudem ehrenamtlich leitende Notärztin im Kreis Hersfeld-Rotenburg – und freut sich nun über ihre neue Aufgabe.

„Job wird zu selten gewürdigt“

Eines ihrer Anliegen ist es, den Job des Notarztes beziehungsweise der Notärztin sowie des Rettungsdienstes stärker hervorzuheben: „Denn er wird oft zu wenig gewürdigt“, erklärte sie bei ihrer Vorstellung am Mittwochvormittag. „Es gilt als selbstverständlich, dass man nachts um vier Uhr da ist. Das verdient Anerkennung“, betonte die 49-Jährige.

Zu ihren neuen Tätigkeiten in Hünfeld gehört nicht nur der Einsatzdienst und die notärztliche Versorgung von Patienten, sondern auch die Sicherstellung der Arbeitsabläufe im Notarztdienst, die Einführung neuer Mitarbeiter, die Erstellung der Dienstpläne und die Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen. Freude äußerte auch Dr. Eberhard Fennel, Präsident des DRK-Kreisverbands: „Wir haben eine erfahrene Notärztin gewinnen können, die primär für diesen Standort die Verantwortung trägt.“

Neun zusätzliche Mitarbeiter ab Januar

Daneben gibt es noch weitere Veränderungen für das Versorgungsgebiet des Kreisverbands, wie Steffen Diegmüller berichtete. Denn ab dem 1. November muss in den Nachtstunden – von 19 Uhr bis 7 Uhr – ein weiterer Rettungswagen vorgehalten werden. Der jährliche zusätzliche Umfang beträgt damit 5500 Stunden. Da der Rettungswagen mit zwei Mitarbeitern besetzt ist, sind das 11.000 zusätzliche Personalstunden. Dafür sei es nötig gewesen, sechs neue Mitarbeiter für den Rettungsdienst in Hünfeld zu gewinnen, so der Rettungsdienst-Leiter. Insgesamt gibt es dann seit dem 1. Januar dieses Jahres sogar neun zusätzliche Mitarbeiter im Rettungsdienst.

Der DRK-Kreisverband Hünfeld wird damit künftig an der Rettungswache Hünfeld zwei Rettungswagen besetzen, die rund um die Uhr vorgehalten werden, sowie einen weiteren Rettungswagen von Montag bis Freitag in der Tagzeit von 8 bis 16 Uhr. Zudem gibt es an der Rettungswache Leibolz einen Rettungswagen im Rund-um-die-Uhr-Betrieb sowie das Notarzteinsatzfahrzeug mit seinem Standort am Krankenhaus Hünfeld, ebenfalls im 24/7-Betrieb.

Insgesamt fährt der Rettungsdienst des DRK-Kreisverbands rund 5300 Einsätze im Jahr, darunter 1000 Notarzteinsätze, 1100 Krankentransporte, 2800 Rettungsdiensteinsätze und 400 Hilfeleistungen. Bisher werden die Rettungswagen 28.288 Stunden im Jahr vorgehalten, das Notarztfahrzeug 8760 Stunden. Versorgt werden damit 35.000 Einwohner auf einem Viertel der Landkreis-Fläche, betonte Diegmüller. / sam

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