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Polizei kontrolliert Güterverkehr: Mehrere Verstöße bei Beladung von Lkw

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Die Polizei entdeckte bei einer Kontrolle einen Laufkran, der unsachgemäß transportiert wurde.
Die Polizei entdeckte bei einer Kontrolle einen Laufkran, der unsachgemäß transportiert wurde. © Polizei

Die Polizei in Osthessen hat den gewerblichen Güterverkehr kontrolliert und ist dabei auf zahlreiche Verstöße gestoßen.

Kirchheim - Im Rahmen des Aktionstags zu den Schwerpunktthemen „Kleintransporter“ und „technische Unterwegskontrolle“ des Polizeipräsidiums Osthessen stellten die Kontrollkräfte zahlreiche verkehrssicherheitsrelevante Beanstandungen fest. Insgesamt wurden 82 Personen und 68 Fahrzeuge kontrolliert, teilte die Polizei in Bad Hersfeld (Hessen) mit. In vier Fällen musste wegen des „Fahrens ohne Fahrerlaubnis“ Strafanzeige erstattet werden.

„Außerdem wurden 27 Verkehrsordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht, zwei Verfahren zur Vermögensabschöpfung angeregt, fünf Verwarnungsgelder erhoben und neun Kontrollberichte wegen Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten im gewerblichen Güterverkehr vorgelegt“, heißt es im Polizeibericht. Wegen technischer Verstöße wurden sieben Mängelanzeigen gefertigt. In sechs Fällen musste die Weiterfahrt untersagt werden.

Osthessen: Polizei kontrolliert Güterverkehr - Verstöße bei Beladung

Über den Tag hinweg wurde ein breites Spektrum unterschiedlichster Fahrzeuge kontrolliert - angefangen bei Klein-Lkw und Kastenwagen, über Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen des gewerblichen Güterverkehrs mit bis zu 40 Tonnen Gesamtmasse, bis hin zu zwei Großraum- und Schwertransporten. Diesen Beiden musste wegen gefährlicher Verstöße unmittelbar die Weiterfahrt untersagt werden. (Lesen Sie hier: Alkohol- und Drogenkontrollen in Osthessen: Knapp ein Dutzend Fahrer waren berauscht)

Der erste Schwertransport, ein Sattelzug, hatte auf dem Auflieger ein komplettes Transformatorenhäuschen mit einem Ladungsgewicht von circa 33 Tonnen geladen. Als Zugmaschine wurde ein Sattelzug mit drei Achsen verwendet, der für diese Belastung nicht ausgelegt war. Wie sich bei der Kontrollverwiegung herausstellte, war die zulässige Vorderachslast der Sattelzugmaschine um über 30 Prozent überschritten.

Der zweite Großraumtransport, ebenfalls ein Sattelzug, beförderte einen „Laufkran“ aus Stahl mit etwa zwölf Tonnen Gewicht und einer Länge von circa 25 Metern. Der Kran war schon bei der Verladung unsachgemäß auf dem Anhänger platziert und auch mangelhaft auf der Ladefläche gesichert worden. Der verwendete Sattelanhänger war in der Länge teleskopierbar. Dieser war technisch problemlos auf die vorhandene Ladungslänge ausziehbar, worauf jedoch verzichtet worden war.

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Das Kranteil ragte deshalb circa 3,5 Meter nach hinten über den Anhänger hinaus. Offenbar wollte man bei diesem Großraumtransport wegen besserer Kurvenlaufeigenschaften die Achsabstände möglichst kurz halten. Die vermeintlich bessere Fahrbarkeit ging jedoch deutlich zu Lasten der Ladungssicherung. Weil der hintere Kranfuß wegen des verkürzten Anhängers nicht auf dessen Ladefläche aufgestellt werden konnte, hatte man den Kran im Heck des Anhängers auf zwei Palettenkonstruktionen gelagert.

Diese Konstruktionen waren jedoch für die schwere Ladung nicht ausreichend stabil und deshalb ungeeignet. Das verwendete Ladungssicherungsmaterial, wie Spanngurte und Anti-Rutsch-Matten, war außerdem teilweise erheblich beschädigt und hätte nicht mehr verwendet werden dürfen.

Bei beiden Großraum- und Schwertransporten wurden Ordnungswidrigkeitsanzeigen jeweils gegen Fahrer, Verlader und Halterverantwortliche vorgelegt, die Regelbußen im dreistelligen Eurobereich und Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg zur Folge haben werden. (ah)

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