Der SB-Standort im Norma-Gebäude in der Josefstraße in Hünfeld wird bald geschlossen. / Foto: Sabrina Mehler

Personalkosten sollen sinken: VR-Bank NordRhön schließt Standorte und kürzt Servicezeiten

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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HÜNFELD - Die VR-Bank NordRhön wird in den kommenden Monaten und Jahren ihr Filialnetz ausdünnen: Zweigstellen werden entweder ganz geschlossen oder in reine SB-Standorte mit Automaten umgewandelt. Ziel der Maßnahmen ist es, die Eigenständigkeit der Kreditgenossenschaft zu bewahren. Das hat der Vorstand gegenüber unserer Zeitung bekannt gegeben.

Grund der Verkleinerung Filialnetzes sind die sinkenden Erträge der VR-Bank. Diese resultieren insbesondere aus der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und den strengen Regularien, aber auch an einem geänderten Nutzungsverhalten der Kunden, die zunehmend die Online-Angebote in Anspruch nehmen.

Die Änderungen erfolgen zeitlich in mehreren Schritten: Kurzfristig werden zunächst zwei SB-Standorte in Hünfeld geschlossen. Ab 1. April wird in der Geschäftsstelle Ströherstraße in Hünfeld nur noch ein Automat vorhanden sein. Gleiches gilt ab Oktober auch in Großentaft, Michelsrombach, Steinbach und Rasdorf. Persönlicher Service ist dort dann passé.

Servicezeiten werden eingeschränkt

Zudem werden die Servicezeiten in den anderen Geschäftsstellen eingeschränkt – außer in den sogenannten Kompetenzzentren in Hünfeld, Eiterfeld, Neukirchen, Tann, Geisa und Dermbach. Dort werden die Zeiten sogar verlängert. Zum 30. September 2017 wird die Zweigstelle in Mackenzell ganz schließen. Gleichzeitig wird die Filiale in Wendershausen zum SB-Standort.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben, betont der Vorstand. Mittelfristig sollen die Personalkosten allerdings sinken. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, sagt Vorstandssprecher Werner Eichler. Sie seien aber notwendig. / sa

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