In seinem ersten Bühneprogramm stellte der Stuttgarter Olaf Bossi so manche philosophische Frage. / Foto: Alisa Kim Göbel

Philosophische Fragen im Stadtcafé mit Olaf Bossi

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Hünfeld - Mit seinem ersten Bühnenprogramm „Glücklich wie ein Klaus“ stand Olaf Bossi am Dienstagabend im Stadtcafé vor einem bunt gemischten Publikum.

Von unserer Mitarbeiterin Alisa Kim Göbel

Wann ist man eigentlich glücklich? Mit dieser Frage beschäftigt sich Olaf Bossi, der eigentlich eher hinter den Kulissen aktiv ist und nun aus dem Leben eines Menschen ohne geraden Lebenslauf erzählt und singt. Bei Tapas und Cocktails lauschte das Publikum gespannt dem Wort- und Musikkabarett, in dem der Stuttgarter Künstler nach einem Ort sucht, an dem man zur Ruhe kommen kann. Mithilfe eines Ratgebers soll man im Keller aufräumen und Sachen wegwerfen, doch vielleicht kann man die noch gebrauchen. Dazu ein Lied. Doch was werden die Nachbarn dazu sagen? Und wenn man kein Geld mehr hat, kann man doch seine Organe verkaufen.

Was passiert, wenn ein BILD-Reporter plötzlich kein Skandal mehr findet und was man machen kann, wenn das eigene Kind nicht einschlafen will, lässt man sich am besten von Bossi erklären. Satirisch, ehrlich und doch liebenswert kämpft der Kleinkünstler mit politische Themen und den Sorgen um den eigenen Ruf um eine heile Welt.

Zum Schluss stellt sich dann doch nur eine Frage: Habe ich heute mein Leben gelebt? Mit diesen Worten und einer witzigen Darbietung eines Schlaflieds, mit dem sich viele Eltern identifizieren konnten, schloss Bossi sein Programm am späten Abend in der spanischen Rhön in Hünfeld.

Das könnte Sie auch interessieren