Ein Beamter steht vor dem geschlossenen Schlagbaum
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Ein Beamter des Bundesgrenzschutzes steht im Jahre 1952 vor dem geschlossenen Schlagbaum an der deutsch-deutschen Grenze bei Heldra.

Einbindung von Zeitzeugen

70 Jahre im Einsatz: Jubiläumsausstellung zur Geschichte der Bundespolizei in Point Alpha 

Zum 70-jährigen Gründungsjubiläum widmet sich eine große Sonderausstellung der Point Alpha Stiftung der bedeutenden Rolle des Bundesgrenzschutzes (BGS) bei der demokratischen Entwicklung der Bundesrepublik. 

Rasdorf/Geisa - Die Geschichte des BGS ist untrennbar mit der deutschen Teilung und dem Kalten Krieg, zugleich aber auch mit der Inneren Sicherheit Deutschlands verbunden. Die Ausstellung „70 Jahre im Einsatz – Vom Bundesgrenzschutz zur Bundespolizei“ wird am Sonntag, 12. September, um 11 Uhr von der Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters im US Camp der Gedenkstätte Point Alpha offiziell eröffnet.

1951 wird der Bundesgrenzschutz gegründet. Die Sonderpolizei des Bundes entsteht in einer Zeit, die vom Kalten Krieg zwischen Ost und West geprägt ist. Hauptaufgabe ist die Abwehr von Gefahren an der innerdeutschen Grenze. Der Aufbau des BGS ist der erste Schritt zur Wiederbewaffnung eines demokratischen Deutschlands. (Lesen Sie hier: Sonderausstellung im Stadtschloss Fulda: „Point Alpha. Der heißeste Punkt des Kalten Krieges“)

Point Alpha: Ausstellung zur Geschichte der Bundespolizei - 70 Jahre im Einsatz

Ab Ende der 1960er Jahre wird das Aufgabenspektrum um den Einsatz im Inneren nachhaltig erweitert. Das Aufkommen des (inter-)nationalen Terrorismus sowie die steigende Mobilität aufgrund der europäischen Integration und wachsenden Globalisierung erweitern das Anforderungsprofil. Im Zuge der Deutschen Einheit entfällt die ursprüngliche Hauptaufgabe an der innerdeutschen Grenze. 2005 wird aus dem Bundesgrenzschutz die Bundespolizei. (Lesen Sie hier: Kein Point-Alpha-Preis für 2021: Bernhard Vogel erhält Auszeichnung vom vergangenen Jahr)

Die Jubiläumsausstellung beleuchtet diesen Prozess mit zahlreichen Original-Exponaten. Es werden Fahrzeuge, Uniformen und Ausrüstungen sowie Fotografien, Grafiken und Dokumente gezeigt. Medienstationen präsentieren rund 50 exklusiv produzierte Interview-Ausschnitte.

Ausstellung setzt Schwerpunkt auf die Einbindung von Zeitzeugen

„70 Jahre im Einsatz“ setzt den Schwerpunkt auf die Einbindung von Zeitzeugen. Die Organisationsgeschichte und das Wirken des BGS bis zur Überführung in die heutige Bundespolizei wird so lebendig. „Wir wollen mit der Ausstellung zum einen den Einsatz der BGS- und Bundespolizeibeamten zum 70. Jubiläum würdigen und zum anderen aus einer anderen Perspektive auf die Innerdeutsche Grenze blicken“, informieren der Geschäftsführer der Point Alpha Stiftung, Sebastian Leitsch, und der Wissenschaftliche Leiter Dr. Roman Smolorz. „Der Bundesgrenzschutz war in Osthessen mit Standorten zwischen Eschwege, Bad Hersfeld, Hünfeld und Fulda sehr präsent und so werden in der Ausstellung ebenso Grenzgeschichten und -ereignisse aus der Region aufgegriffen.“

Leihgeber sind die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik, das Bundesarchiv, die Bundespolizei mit historischen Sammlungen des ehemaligen BGS sowie BGS-Kameradschaften und private Sammler.

Die Sonderschau kann täglich zwischen 10 und 18 Uhr bis zum 30. November besichtigt werden. Zur Ausstellungseröffnung ist eine vorherige Anmeldung über die Internetseite der Point Alpha Stiftung zwingend notwendig: www.pointalpha.com

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