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Das Fahnenzeremoniell wird normalerweise jedes Jahr im US-Camp durchgeführt.

Ministerpräsident Bouffier schickt Videobotschaft

Point Alpha erinnert an die „Last Border Patrol“ vor 30 Jahren

Auf Point Alpha wird am 24. April traditionell der Last Border Patrol gedacht, als im Jahr 1990 die US-Flagge im US-Camp zum letzten Mal eingeholt wurde und die Amerikaner abzogen. Die Veranstaltung konnte diesmal nicht stattfinden. Stattdessen gab es Videobotschaften der amerikanischen Konsulate und des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU).

Der Festakt mit seinem Fahnenzeremoniell sowie einem internationalen Schülerprojekt, der traditionell an den Dienst der Soldaten am Beobachtungsposten Point Alpha erinnert, wurde aufgrund der aktuellen Situation abgesagt.

Aber gerade in einer Zeit mit ungewöhnlichen Herausforderungen gelte es, an die Entstehung einer demokratischen Kultur in Deutschland und das großartige Engagement der Vereinigten Staaten an der „Grenze der Freiheit“ zu erinnern, diesmal im digitalen Format, schreibt die Point Alpha Stiftung in einer Pressemitteilung.

An Wert der Bewegungsfreiheit erinnern

Mit Videobotschaften erinnern nun die amerikanischen Konsulate sowie die Landesregierung Hessen an die letzte Grenzpatrouille des 11th Amored Cavalry Regiments.

„Inmitten der aktuellen Gesundheitskrise werden wir nun unablässig – vielleicht zum ersten Mal seit Ende des Kalten Krieges vor 30 Jahren – an den Wert der Bewegungsfreiheit erinnert“, sind sich Generalkonsulin Patricia Lacina in Frankfurt und Generalkonsul Timothy Eydelnant von den US-Vertretungen in Frankfurt und Leipzig einig.

Es sei wichtig – jetzt sogar wichtiger denn je – an die Zeit zu erinnern, in der unsere Freiheit nicht durch ein Virus, sondern durch Mauern und Stacheldrahtzäune eingeschränkt gewesen sei. „Wir können Ermutigung in der Tatsache finden, dass es Solidarität war, die uns damals zur Freiheit verholfen hat. Denn es ist Solidarität, die uns auch jetzt hilft, mit der aktuellen Gesundheitskrise umzugehen“, erklären Lacina und Eydelnant.

Lob und Respekt von Bouffier

Auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier zollt in einem Video-Clip der Präsenz der US-Armee Lob und Respekt, am damals „heißesten Punkt der Erde“. Die Freiheit sei ein großes Geschenk dank Verteidigungsbereitschaft und Bündnistreue sowie engagierten Demokraten.

Dies sei eine Erkenntnis, die 30 Jahre nach der letzten Kontrollfahrt der US-Truppen in Rasdorf immer noch von Bedeutung sei. „Erinnern heißt gleichzeitig auch nicht vergessen“, meint Bouffier. Es sei eine Verpflichtung, dies vor allem an die junge Generation weiterzugeben.

Und hier setze die unverzichtbare Arbeit der Point Alpha Stiftung ein. Denn „nur wer weiß was war, kann beurteilen, warum es so ist, wie es jetzt ist“. Und der habe einen Kompass für die Zukunft, sagte der Ministerpräsident.

Stiftung verbindet Freundschaft mit US-Army

„Die Point Alpha Stiftung verbindet eine lange, gewachsene Freundschaft mit der US-Army und der amerikanischen Administration. Wir teilen viele gemeinsame Erfahrungen, Werte und Interessen. Die bemerkenswerte Initiative der US-Konsulate zeigt, welche Bedeutung die Gedenkstätte noch heute für unsere amerikanischen Partner, allen voran die US-Veteranen, sowie ebenso für die hessische Regierung hat“, zeigt sich der Vorstand mit Dr. Eberhard Fennel und Berthold Jost von den beiden Videobotschaften beeindruckt.

„Wir hoffen, dass wir das 30. Jubiläum im nächsten Jahr mit allen Beteiligten gebührend nachholen können“.

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