Bernhard Vogel
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Der frühere Ministerpräsident von Thüringen, Bernhard Vogel.

Entscheidung ist gefallen

„Bedingungslos einsatzbereit" und „wahrer Landesvater“: Point-Alpha-Preis geht 2020 an Bernhard Vogel

Der CDU-Politiker und frühere Ministerpräsident von Thüringen, Bernhard Vogel, wird mit dem Point-Alpha-Preis 2020 ausgezeichnet. Das hat der Präsident des Kuratoriums Deutsche Einheit (KDE), Christian Hirte, nach einem Beschluss des KDE bekanntgegeben.

Point-Alpha - Bernhard Vogel erhält den Point-Alpha-Preis 2020, Laudator wird Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sein. Das hat das Kuratorium Deutsche Einheit (KDE) in einer Pressenotiz mitgeteilt.

Wie wenige stehe Vogel durch sein lebenslanges Wirken für die Deutsche Einheit, betont der Präsident des Kuratoriums, Christian Hirte. In einer Zeit, in der viele westdeutsche Politiker das Ziel der deutschen Wiedervereinigung aufgegeben hatten, sei Vogel für diesen „grundgesetzlichen Auftrag eingetreten“. Gerade in der DDR sei die Wiedervereinigung die Hoffnung vieler gewesen.

Bereits als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken pflegte er inoffizielle, aber wichtige Kontakte in die DDR. Als langjähriger Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung habe er nach der Wiedervereinigung den Aufbau dieses vor allem staatsbürgerkundlich tätigen Bildungswerks in den ''jungen Ländern'', wie Vogel zu formulieren pflegt, entscheidend vorangebracht.

Point-Alpha-Preis: Kuratorium würdigt Bernhard Vogel (CDU)

„Seine politische Karriere ist beispiellos“, so Hirte. Der CDU-Politiker war von 1976 bis 1988 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Nach der Wiedervereinigung habe er sich auf Vermittlung von Bundeskanzler Helmut Kohl erneut in die Pflicht nehmen lassen. Von 1992 bis 2003 war er Ministerpräsident des Freistaats Thüringen. In seiner Erfurter Amtszeit, die von den großen Umbrüchen und Problemen der ‚‚Nachwendezeit‘‚ geprägt war, brachte er zahlreiche Zukunftsprojekte auf den Weg, die zur Grundlage des Thüringer Aufbauerfolgs wurden. ‚‚Bedingungslos einsatzbereit und im positiven Sinne umtriebig‘‚, so Hirte, „habe er die Herzen der Thüringer gewonnen wie nur wenige andere. Viele derer, die sein Wirken miterlebt hatten, sehen in ihm einen „wahren Landesvater“.

Die Auszeichnung von Bernhard Vogel ist die zwölfte in der Tradition des Point-Alpha-Preises, der 2005 erstmals verliehen wurde. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Hirte bedauert, dass die Corona-Pandemie die Verleihung, die in Verbindung mit der Point Alpha Stiftung erfolgt, nicht zum gewohnten Datum am gewohnten Ort erlaubte. Sie wird daher am 19. Dezember 2020 in der Akademie der Stiftung in Geisa erfolgen.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hält die Laudatio.

Point-Alpha-Preis: Verleihung findet am 19 Dezember statt

Dieser Tag sei aber „kein Ersatztermin“. Zum einen jähre sich an just diesem Tag zum 30. Male die historische Rede Helmut Kohls vor der Ruine der Frauenkirche in Dresden. Vor Zehntausenden habe der „Kanzler der Einheit“‚ erklärt, dass die Wiedervereinigung kommen werde, wenn es die geschichtliche Stunde erlaube. Die Rede, die mit großem Jubel aufgenommen wurde, wird im Rückblick von vielen als Ausgangspunkt des Wiedervereinigungsprozesses betrachtet.

„Zum anderen ist der 19. Dezember 2020 aber auch noch aus einem anderen Grund ein besonderer Termin: An diesem Tag wird der Preisträger seinen 88. Geburtstag feiern können“, erklärt Hirte.

Auch der neue Vorsitzende des Stiftungsrates von Point Alpha, Staatssekretär Stefan Heck, zeigt sich zufrieden mit der anvisierten Verleihung des Point-Alpha-Preises zum Jahresende. Heck hatte unlängst seinen Antrittsbesuch bei der Stiftung absolviert. Stiftungsvorstand Dr. Eberhard Fennel verriet nun, dass der Preisträger Bernhard Vogel in Fulda bestimmt wurde.

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