Staatsministerin Monika Grütters kam zur Eröffnung der BGS-Ausstellung auf Point Alpha.
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Staatsministerin Monika Grütters kam zur Eröffnung der BGS-Ausstellung auf Point Alpha.

„70 Jahre im Einsatz“

Staatsministerin Monika Grütters eröffnet BGS-Ausstellung auf Point Alpha

  • Hartmut Zimmermann
    VonHartmut Zimmermann
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Von den Anfängen des Bundesgrenzschutzes (BGS) als paramilitärischer Einheit bis zur modernen Bundespolizei reicht das Spektrum der Ausstellung, die bis Ende November in der Fahrzeughalle auf Point Alpha zu sehen ist. Am Sonntag wurde sie mit viel Prominenz eröffnet.

Point Alpha - „70 Jahre im Einsatz - Vom Bundesgrenzschutz zur Bundespolizei“ wurde auf Point Alpha eine Wanderausstellung eröffnet. „Stacheldraht, Splitterminen, Schießbefehl“ – mit dieser menschenfeindlichen Alliteration beschwor Staatsministerin Monika Grütters (CDU) die Erinnerung an die DDR und die Deutsche Teilung. Weil diese Erinnerung auf Point Alpha an wenigen Punkten so spürbar sei wie auf Point Alpha, sei es genau richtig, die Rückschau dort zu zeigen, bevor die Wanderausstellung auch zu anderen Orten komme. Der Bund hatte die Ausstellung, die vom Büro beier + wellach konzipiert wurde, mit 140.000 Euro unterstützt.

Point Alpha sei eben nicht nur der Ort des Gegenübers von US-Soldaten und DDR-Grenzern: „Hier haben sich auch jahrzehntelang DDR-Grenztruppen und Beamte des Bundesgrenzschutzes gegenübergestanden“, erinnerte die Ministerin. „Allerdings mussten, anders als die Grenztruppen, die BGS-Leute nicht ihre eigenen Mitbürger bewachen“, so die Ministerin. (Lesen Sie hier: Gedenkstätte Point Alpha empfängt nach acht Monaten Pause wieder Gäste)

Point Alpha: Staatsministerin Monika Grütters eröffnet BGS-Ausstellung

Mit dem Mauerfall und dem Ende des eisernen Vorhangs habe es Zeiten der Unsicherheit für den BGS gegeben. Doch längst sei die seit 2005 zur Bundespolizei gewordene Einheit eine Instanz geworden und ein Garant von Sicherheit geblieben. Den Beamtinnen und Beamten gebühre Dank und Anerkennung für ihren verantwortungsvollen und manchmal auch gefährlichen Dienst, betonte sie.

Beim Eröffnungsrundgang ließ sich Ministerin Monika Grütters (vorne rechts) viele Details der Ausstellung in der Fahrzeughalle erläutern.

US-General Joseph A. Papenfus betonte das enge Miteinander zwischen US-Soldaten und dem 1951 neu aufgestellten BGS. Er sei stolz, die USA bei dieser Feier vertreten zu dürfen. Für die Bundeswehr griff Brigadegeneral Olaf von Roeder die enge Beziehung zwischen BGS und Armee auf: Bei der Gründung der Bundeswehr seien viele Beamte des BGS „Männer der ersten Stunde“ gewesen, die die Entwicklung der Streitkräfte stark geprägt hätten.

Stiftungsratsvorsitzender Dr. Stefan Heck hatte die Ministerin und die weiteren Gäste, darunter auch die Bundestagsabgeordneten Michael Brand und Christian Hirte (beide CDU) sowie die Landtagsabgeordneten Silvia Brünnel (Hessen, Grüne) und Raymond Walk (CDU, Thüringen) und die Bürgermeister der Pont-Alpha-Kommunen Geisa und Rasdorf, Manuela Henkel und Jürgen Hahn, willkommen geheißen.

BGS-Ausstellung bis Ende November auf Point Alpha zu sehen

Der Thüringer Staatssekretär Udo Götze danke für das partnerschaftliche Miteinander mit der Bundespolizei. Er erinnerte ausdrücklich daran, dass das Freiheitsversprechen der USA für die aufbegehrenden Menschen im damaligen Ostblock von großer Bedeutung gewesen sei.

Zeiten

Die Ausstellung „70 Jahre im Einsatz – Vom Bundesgrenzschutz zur Bundespolizei“ ergänzt das Angebot im US-Camp Point Alpha. Sie wird bis Ende November gezeigt.

Im Spiegel seines eigenen Werdegangs ließ Frank Vornholt, Ständiger Vertreter des Präsidenten der Direktion Bundesbereitschaftspolizei Fuldatal, den Weg von BGS zur Bundespolizei Revue passieren. Die Bundespolizei sei heute ein verlässlicher Partner der Länderpolizeien und ein Garant eines modernen Grenzschutzes. Die Filterfunktion von Grenzen sei gerade auch in Zeiten international handelnder Kriminalität wichtig.

An die eng verflochtene Arbeit von Zoll und Grenzschutz in Zeiten der deutschen Teilung erinnerte Oberregierungsrat Torsten Pfeiffer vom Hauptzollamt Gießen. Noch heute gebe es viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zoll, deren Interesse im Zolldienst der Eltern wurzele.

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