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Point Alpha Stiftung will Preisverleihung selbst organisieren

2020 kein Preisträger?

Point Alpha Stiftung will Preisverleihung selbst organisieren

Die Point Alpha Stiftung will die Vergabe des gleichnamigen Preises in Zukunft selbst organisieren. Das eigentlich dafür zuständige Kuratorium Deutsche Einheit habe bis Ende Februar keinen Preisträger benannt.

Rasdorf/Geisa - Das teilte die Stiftung im thüringischen Geisa mit. Deshalb falle die Preisverleihung in der Gedenkstätte in diesem Jahr voraussichtlich aus (lesen Sie hier mehr: Sebastian Leitsch wird Geschäftsführer der Point Alpha Stiftung – 2020 kein Point-Alpha-Preis?).

Die Stiftung kümmert sich um die Grenzgedenkstätte Point Alpha bei Geisa (Thüringen) und Rasdorf (Hessen). Dort betrieb die US-Armee zu DDR-Zeiten einen Beobachtungsposten (lesen Sie hier mehr: Point Alpha Stiftung erwartet finanzielle Unterstützung der Länder).

Schon 2018 keinen würdigen Preisträger benannt

Es ist den Angaben zufolge nicht das erste Mal, dass es zu einer solchen Situation gekommen ist. Schon im Jahr 2018 habe das Kuratorium keinen würdigen Preisträger benennen können und auch 2017 hätten nur mit Hilfe der Stiftung Preisträger und das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro beschafft werden können.

Deshalb habe der Stiftungsrat beschlossen, der Stiftung diese Aufgabe künftig zu übertragen. Der ehrenamtliche Vorstand mit Eberhard Fennel und Berthold Jost werde hierfür einen Verfahrensvorschlag erarbeiten.

Helmut Kohl und Michail Gorbatschow sind Preisträger

Das Kuratorium Deutsche Einheit - ein gemeinnütziger eingetragener Verein - hatte den Point-Alpha-Preis für Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas seit 2005 verliehen. Zu den bisherigen Trägern gehören der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl und Ex-Kreml-Chef Michail Gorbatschow.

Zuletzt ging die Ehrung 2017 an den Liedermacher Wolf Biermann (lesen Sie hier mehr: Point-Alpha-Preis für Wolf Biermann – Gedenken an Helmut Kohl) und 2019 an den damaligen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker (lesen Sie hier mehr: Point-Alpha-Preisträger Juncker: Stehe gerne an einer Grenze, die es nicht mehr gibt).

dpa

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