Auf dem Gelände der Gedenkstätte Point Alpha machte sich eine Gruppe Jugendlicher auf, um Meinungen von Spaziergängern zu sammeln.
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Auf dem Gelände der Gedenkstätte Point Alpha machte sich eine Gruppe Jugendlicher auf, um Meinungen von Spaziergängern zu sammeln.

30 Jahre Deutsche Einheit

Stimmungsbild zum Jubiläum: Jugendliche befragen Spaziergänger auf Point Alpha

Auf dem Gelände der Gedenkstätte Point Alpha machte sich eine Gruppe Jugendlicher auf, um Meinungen von Spaziergängern zu sammeln. Daraus ist ein Videoclip entstanden.

Rasdorf/Geisa - Die Idee kam gut an. Viele Leute, die zwischen dem Haus auf der Grenze und dem US Camp unterwegs waren, blieben kurz stehen und nutzten die Gelegenheit, um ihre Gedanken zu „30 Jahre Deutsche Einheit“ vor laufender Kamera ins Mikrofon zu sprechen. Eingefangen wurden Statements von jungen Leuten, die Deutschland als geteiltes Land nie kennengelernt haben, von Passanten aus dem Ausland oder aber auch von Zeitzeugen, die „live“ bei der Grenzöffnung vor Ort waren.

„30 Jahre Wiedervereinigung – dazu haben wir Eindrücke am ehemals Eisernen Vorhang zwischen Thüringen und Hessen gesammelt. Besucher aus nah und fern haben uns verraten, was sie zu diesem Thema denken. Das Stimmungsbild: ein buntes Allerlei aus Euphorie, Dankbarkeit, bis hin zu Resignation, Frustration und konstruktiver Kritik“, so fassen die Mädchen und Jungen das Ergebnis ihrer Dreharbeiten zusammen. Die verschiedenen Stimmen haben die Schüler nun zu einem gemeinsamen „Brief an Deutschland“ zusammenfasst – so der Titel des Films. (Lesen Sie hier: Point Alpha erhält 25.000 Euro Bundesmittel – Eingang wird neu gestaltet).

Point Alpha: Jugendliche befragen Spaziergänger - Ein Stimmungsbild zum Einheits-Jubiläum

Im Video gibt’s den fertigen Brief, kombiniert mit Impressionen der Aktion und Aufnahmen aus der Ausstellung der Gedenkstätte im „Haus auf der Grenze“. Angeschaut werden kann der Beitrag auf dem Point-Alpha-Youtube-Kanal.

Wo steht Deutschland 30 Jahre nach der Wiedervereinigung? Welche Perspektiven haben Ost- und Westdeutsche auf das Jahr 1990 sowie die rasanten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen bis heute? Und wie haben Jugendliche, die die deutsche Teilung und Einheit nicht miterlebt haben, den Jubiläums-Zeitraum wahrgenommen? Diesen und weiteren Fragen sollten die Jugendlichen aus den alten und neuen Bundesländern im Projekt „Begegnungen Deutsche Einheit“ der Deutschen Gesellschaft e.V. nachgehen und dabei ihre eigenen Perspektiven einbringen. Begleitet und unterstützt wurden sie hierbei von den Filmemachern Franziska Bausch-Moser und Niels Bauder.

Das Ergebnis der Dreharbeiten: „Ein buntes Allerlei aus Euphorie, Dankbarkeit und Frustration“

In einem Blog werden zum einen die Aktivitäten der Jugendlichen sowie Ausschnitte der medienpädagogischen Arbeit mit den Schülern dokumentiert. Zum anderen sind dort auch weitere multimediale Arbeiten zu sehen. Gefördert wird das Projekt der Deutschen Gesellschaft e.V. durch den Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Thüringer Landesmedienanstalt, die Hessische Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, die Niedersächsischen Landesmedienanstalt sowie die Bayerische Landeszentrale für Neue Medien unterstützen das Projekt.

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