Wolfram Diegelmann (von links), Willy Petermann und Rüdiger Hoppe trifft man regelmäßig im ProIntegrationstreff am Fuldaer Berg 23 in Hünfeld. / Foto: D. Heydenreich

ProIntegrationstreff in Hünfeld eröffnet: Tag der offenen Tür in der Beratungs- und Begegnungsstätte

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - In Hünfeld gibt es seit kurzem eine zentrale Anlaufstelle des Vereins ProIntegration Netzwerk Bürgerhilfe Hünfeld. Am Fuldaer Berg 23 treffen sich Menschen, die beruflich oder privat mit dem Thema Migration/Integration zu tun haben.

Sie lesen eine Pressemitteilung des Landkreises Fulda im Wortlaut:

Da der Verein sich hauptsächlich als Netzwerk versteht, kommen hier Personen zusammen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Zum anderen ist der ProIntegrationstreff auch eine Beratungsstelle für Flüchtlinge, die Unterstützung benötigen. „Nicht zuletzt soll sich der Treff perspektivisch zu einer Begegnungsstätte für alle entwickeln“, erläutert der Erste Vorsitzende Willy Petermann.

Im Herbst letzten Jahres hat der Verein die 65 Quadratmeter große Räumlichkeit, die nur wenige Meter vom Bahnhof entfernt in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt liegt, bezogen. Derzeit informieren im ProIntegrationstreff der AWO-Kreisverband Fulda sowie das Deutsche Rote Kreuz Hünfeld über die Themen Arbeitsmarkt, Migration und Wohnen. Willy Petermann berät die Flüchtlinge zu Asylverfahrensfragen. In der Vergangenheit konnten diese Beratungen ausschließlich in den Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge stattfinden.

„Wir wollen das Angebot nach und nach in den Treffpunkt verlagern, so dass alle - diejenigen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, und diejenigen, die bereits privat untergebracht sind - die Anlaufstelle als zentralen Ort wahrnehmen und sich mehr und mehr von ihren Unterkünften lösen“, erläutert Rüdiger Hoppe, Projektleiter beim DRK Hünfeld. Denn Integration finde nicht in den Unterkünften, sondern am Wohnort statt.

An drei Tagen in der Woche - dienstags, donnerstags und freitags - stehen am Nachmittag kompetente Ansprechpartner für Beratungen zur Verfügung. Laut Willy Petermann soll es demnächst am Mittwochnachmittag einen offenen Treff geben. Ziel sei es, den Raum an jedem Tag in der Woche zu nutzen. Nutzungsmöglichkeiten sehen Petermann und Hoppe, die sich beide seit 2015 in der Flüchtlingsarbeit engagieren, viele. Ein Müttertreff, Frauentage, ein Sprachcafé, Sprachworkshops, Vorträge oder Lesungen seien beispielsweise denkbar.

Finanziert wird der ProIntegrationstreff über den Verein, durch die Stadt Hünfeld sowie über das Projekt „Gemeinwesenkoordination im ländlichen Raum“, das vom Land Hessen gefördert wird und beim Landkreis Fulda angesiedelt ist. „Jetzt gilt es, noch mehr Menschen zu finden, die sich einbringen möchten. Jeder, der Ideen hat, der einmalige oder auch dauerhafte Angebote unterbreiten möchte, ist herzlich willkommen. Auch wer sich erstmal nur informieren möchte, kann sehr gerne vorbeischauen“, betont der Erste Vereinsvorsitzende.

Für Wolfram Diegelmann, der beim Fachdienst Zuwanderung arbeitet und die Gemeinwesenarbeit im Altkreis Hünfeld koordiniert, fügen sich am Fuldaer Berg 23 gerade „viele Puzzleteile ineinander“. „Ein niedrigschwelliges Angebot mit Aufforderungscharakter hat bislang gefehlt, ist aber sehr wichtig, um die Gemeinwesenarbeit voranzubringen“, so Diegelmann. Denn zu den Zielen dieser Arbeit gehöre es, die sozialen und ehrenamtlichen Infrastrukturen im ländlichen Raum weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit der Akteure, deren Vernetzung sowie die Integration der Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern.

Diese Chancen bietet der neue Treffpunkt in Hünfeld, der sich am Samstag, 17. Februar, ab 14 Uhr bei einem Tag der offenen Tür präsentieren will und die interessierte Bevölkerung schon jetzt herzlich dazu einlädt.

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