Hier hätte die Gemeinde Rasdorf gern ein Gebäude für einen neuen Lebensmittelmarkt gebaut. / Foto: Hartmut Zimmermann

Projekt gescheitert: Kein Lebensmittelladen für Rasdorf

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Rasdorf - 100.000 Euro wollte die Gemeinde Rasdorf in die Hand nehmen, um an der B 84 ein Gebäude für ein neues Lebensmittelgeschäft zu errichten. Doch trotz guter Konditionen – das Geschäft hätte keine Grundmiete, sondern nur die Nebenkosten zahlen müssen – fand sich kein Interessent, der den Laden betreiben wollte. „Für mich ist das Projekt durch“, sagt Rasdorfs Bürgermeister Jürgen Hahn (CDU) gegenüber unserer Zeitung.

Dabei hatte sich die Gemeinde, als im Februar 2014 mit dem Gutkauf-Laden am Anger der letzte Markt mit (kleinem) Vollsortiment geschlossen hatte, mächtig ins Zeug gelegt. Die Fraktionen der Gemeindevertretung waren sich einig: Die Kommune solle sich engagieren, um wieder ein Geschäft in den Ort zu bekommen. Experten beleuchteten mit den Rasdorfern bei einer Bürgerversammlung mögliche Wege. Beide Fraktionen der Gemeindevertretung unterstützten den Vorschlag, 100.000 Euro für den Bau eines Geschäftshauses am Via-Regia-Treff zu geben. Doch zu konkreten Planungen oder gar zum Bau kam es nicht: “Das Echo war gleich Null“, zieht Hahn Bilanz. Projekt ist endgültig gescheitert

Damit ist das Projekt endgültig gescheitert: Die Rasdorfer werden ihre größeren Einkäufe auch mittel- und langfristig auswärts erledigen müssen. „Die meisten fahren nach Geisa, wo Tegut, Rewe und Aldi vertreten sind.” Außerdem seien Eiterfeld, aber auch Hünfeld gefragt.

Die Versorgungslage in seiner Gemeinde schätzt Hahn trotz der gescheiterten Pläne für ein neues Geschäft als recht gut ein: „In Hünfeld ist mancher deutlich länger unterwegs bis zum nächsten Supermarkt – wir brauchen nur fünf Minuten über den Berg.“ / zi

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