Der Hof von Siegfried und Elisabeth Ritz in Setzelbach mit seinen Ferienwohnungen ist ein Beispiel für eine Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude. Projekte wie dieses könnten vom Dorferneuerungsprogramm profitieren.
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Der Hof von Siegfried und Elisabeth Ritz in Setzelbach mit seinen Ferienwohnungen ist ein Beispiel für eine Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude. Projekte wie dieses könnten vom Dorferneuerungsprogramm profitieren.

Bürgermeister begeistert

Dorfentwicklungsplan in Rasdorf: „Große Chance auch für Privatleute“

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
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Freude in Rasdorfs Rathaus: Die Point-Alpha-Gemeinde ist in das bis zum Jahr 2027 laufende Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen worden. Das eröffnet die Chance, für diverse Projekte der Innenentwicklung beträchtliche Landeszuschüsse zu bekommen. 

Rasdorf - Mit entsprechenden Beschlüssen der Gemeindevertretung hatte die Kommune die Anträge auf den Weg gebracht. Jetzt kam die Nachricht: Rasdorf ist, ebenso wie die Stadt Tann, dabei.

Er sehe in der Teilnahme an dem Programm eine große Chance, sagte Bürgermeister Jürgen Hahn (CDU) im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Neuauflage des Programms sei auch deswegen für den Ort besonders interessant, weil in diesem Durchgang nicht nur einzelne Dörfer, sondern die Point-Alpha-Gemeinde mit allen drei Ortsteilen zum Fördergebiet gehörten. Hahn sieht darin eine sehr gute Möglichkeit zur gemeinsamen Weiterentwicklung von Rasdorf, Setzelbach und Grüsselbach. Mit der Aufnahme in das Förderprogramm sehe er auch eine Bestätigung des in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Weges in den Bereichen Energie, Natur- und Umweltschutz. Es zahle sich nun aus, bewusst auf Nachverdichtung im Innenbereich gesetzt zu haben anstatt neue Baugebiete im Außenbereich der Dörfer auszuweisen.

Rasdorf: Strukturwandel schreitet auch hier weiter voran

Wer sich die Situation in Rasdorf, Grüsselbach und Setzelbach anschaue, der sehe, dass absehbar eine Reihe von früher oder jetzt noch landwirtschaftlich genutzten Gebäuden mittelfristig dafür nicht mehr gebraucht würden. Denn der Strukturwandel in der Landwirtschaft schreite weiter voran. Daher biete sich nun eine große Gelegenheit, dass im Zuge des Prozesses der Dorfentwicklung auch Privatleute Fördermittel für Abriss oder Umbau solcher Anwesen in Anspruch nehmen könnten. Nur so sei nämlich in manchen Fällen eine Umnutzung beispielsweise zu interessanten Wohngebäuden wirtschaftlich sinnvoll umzusetzen.

Auch die seitens der Kommune betriebene Förderung des Tourismus trage nun Früchte und könne mit neuen Fördermitteln weitergeführt werden.

Dorfentwicklungsplan: Was soll in den Bereichen Mobilität und Nahverkehr geschehen?

Die einzelnen Schritte werden in den nächsten Monaten erarbeitet: Die teilnehmenden Kommunen sind gehalten, ein integriertes Dorfentwicklungskonzept (IKEK) zu entwickeln. Dafür sei eine möglichst breite Bürgerbeteiligung wünschenswert. In diesen Gesprächen könnten dann mit möglichst großer Bürgerbeteiligung gemeinsam mit den Kommunalpolitikern Ziele erarbeitet werden. Bereits nach den Sommerferien soll laut Hahn eine Informationsveranstaltung stattfinden.

Das Dorferneuerungsprogramm setzt auch Akzente in den Bereichen Klimaschutz und Energie. Hier ist Rasdorf mit seinen bestehenden Projekten und der in Planung befindlichen Nahwärmeversorgung in der Kerngemeinde in einer guten Position. Abzuwarten bleibt, wie sich im Themenfeld Mobilität und Nahverkehr Akzente setzen lassen. Mit der Beteiligung am E-Mobilitätsprojekt gemeinsam mit der Point Alpha Stiftung und der Caritas gibt es auch hier für Rasdorf bereits Anknüpfungspunkte.

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