Nicht mehr „überm Wasser“, sondern tatsächlich „am Wasser“ soll Rasdorf nach der Renaturierung des Goldbachs liegen.
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Nicht mehr „überm Wasser“, sondern tatsächlich „am Wasser“ soll Rasdorf nach der Renaturierung des Goldbachs liegen.

Bürgermeister informiert

„Das größte Projekt der Gemeinde Rasdorf“: Die Renaturierung des Goldbachs

  • Harry Wagner
    VonHarry Wagner
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Über „das größte Projekt der Gemeinde“ informierte Rasdorfs Bürgermeister Jürgen Hahn (CDU) bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung – die Renaturierung des Goldbachs.

Rasdorf - Das mit 7,3 Millionen Euro veranschlagte und zu 80 Prozent geförderte Vorhaben, den verrohrten Grüsselbach, auch Goldbach genannt, innerhalb der Ortslage wieder ans Tageslicht zu bringen, befinde sich, so Hahn, in den letzten Zügen der Ausschreibung. Er hoffe, dass die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung im Oktober die Auftragsvergabe dingfest machen können. Baubeginn soll dann im Frühjahr 2022 sein. Das Projekt ist in sechs Bauabschnitte unterteilt. Laut Bürgermeister sollen die Arbeiten in Höhe der Brücke zur Kläranlage beginnen – man arbeitet sich also gewässeraufwärts vor. Hahn machte klar, dass das Vorhaben „ganz ohne Beeinträchtigung der Anlieger“ nicht zu realisieren sei. Bevor das Renaturierungs-Projekt starten soll, wolle man zu einer Bürgerversammlung einladen.

Thema Energieversorgung: Einstimmig fiel der Beschluss des Gremiums, dass die Gemeinde der noch zu gründenden Energiegenossenschaft Rasdorf iG beitreten solle. Diese Maßnahme soll geschehen im Zusammenhang mit der avisierten Errichtung eines Nahwärmenetzes in der Point Alpha-Gemeinde. Das Netz dient der Gewinnung regenerativer Wärmeenergie. Bisher gibt es laut Bürgermeister 160 Interessenten. Die Zielvorgabe liegt bei 250, doch lasse sich nach Berechnungen der Arbeitsgruppe Nahwärme das Projekt auch mit der derzeitigen Zahl der Anschlusswilligen realisieren.

Rasdorf: Renaturierung des Goldbachs ist das „größte Projekt der Gemeinde“

Die SPD-Fraktion wollte sich zu diesem Tagesordnungspunkt zunächst enthalten. „Wir begrüßen den Grundsatz der Nahwärme, haben aber noch zu wenige Informationen erhalten“, betonte Joachim Kohn. Die Sozialdemokraten ließen sich aber nach kurzer Beratung umstimmen, nachdem Hahn unter anderem versicherte, dass Einlagen in die Genossenschaft an den Geber zurückfließen, sollte das Projekt nicht zustande kommen. Die Kommune will mit sieben bebauten und sieben unbebauten Grundstücken einsteigen. „Wir brauchen für die Gründungsversammlung der Genossenschaft jetzt zunächst eine Position der Gemeinde. Deshalb stimmen wir ab“, so Hahn. Und man wolle damit auch ein klares Signal an die Dorfgemeinschaft senden, dass man als Kommune hinter dem Projekt stehe.

Gute Nachrichten gibt es für alle, deren Kinder in der Rasdorfer Kita betreut werden. Denn die Kita- und Hortgebühren für die Dauer der Notbetreuung im April und Mai 2021 werden erlassen. Dies haben die Gemeindevertreter einstimmig beschlossen.

Grünes Licht erhielt die Fortschreibung der Bedarfsplanung für Kinderbetreuungsplätze bis 31. Juli 2022. „Wir können aufgrund der geringen Größe unserer Gemeinde flexibel auf den Bedarf reagieren und ihn erfüllen“, heißt es in einer Vorlage der Gemeinde. (Lesen Sie hier: Harmonie Care plant bis zu 25 Wohneinheiten und Tagespflege im Ortskern von Rasdorf)

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