Wasser- und Abwassergebühren waren in Grüsselbach Thema.
+
Wasser- und Abwassergebühren waren in Grüsselbach Thema.

Thema Niederschlagswasser

Rasdorfs Gemeindevertreter müssen Abwasserpreise senken

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
    schließen

Rasdorfs Gemeindevertreter haben über die Gebühren für Abwasser und Trinkwasser beraten. Hintergrund des Schritts waren Hinweise der Revision beim Landkreis. Diese hatte bemängelt, dass die Gebührenausgleichsrücklage zu hohe Beträge enthält. Rasdorf senkt daher seine Abwasserpreise.

Rasdorf - Bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung in Grüsselbachs Dorfgemeinschaftshaus beschloss das Gremium, die Niederschlagswassergebühr von 20 Cent pro Quadratmeter auf 6 Cent pro Quadratmeter zu senken. Zugleich wurde die bislang von 2019 bis 2023 laufende Kalkulationsspanne für Wasser- und Abwassergebühren unterbrochen und in einen Zwei-Jahres-Turnus verändert. Die neuen Gebühren werden vom Jahr 2021 an wirksam.

Bürgermeister Jürgen Hahn (CDU) betonte, die Gemeinde habe die mittelfristige Kalkulation bewusst gewählt, um den Bürgern über eine längere Zeitspanne stabile Gebühren bieten zu können. Das halte man für bürgerfreundlich. Die Gelder, die in der Gebührenausgleichsrücklage gesammelt worden seien, hätte man dann nutzen können, um die bevorstehenden Investitionen in die Trinkwasserversorgung und die Abwasseranlagen puffern zu können.

Zu hohe Gebührenausgleichsrücklage: Rasdorf senkt Abwasserpreise

Aufgrund des Hinweises der Revision müsse man aber nun handeln. Die jetzt erfolgte Gebührensenkung könne aber angesichts der bevorstehenden Ausgaben nicht von Dauer sein. Daher müssten die Rasdorfer in absehbarer Zeit auch wieder mit steigenden Gebühren rechnen, sagte Hahn.

Ebenso ohne Gegenstimme entlastete die Vertretung den Gemeindevorstand und beschloss den Bericht der Revision über den geprüften Gemeindehaushalt für das 2019. Darin hatte die Kommunalaufsicht auf Risiken der Geldanlage in Aktienfonds und auf die schon erwähnten Vorbehalte bei der Kalkulation der Wasser-und Abwassergebühren hingewiesen.

Ach Holzvermarktung und Feuerwehren Thema bei Gemeindevertretern

Die Gemeinde Rasdorf ist auch Waldbesitzerin. Für die Vermarktung ihres Holzes wird sie sich von 2021 an der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Osthessen bedienen, die eine große Zahl von Kommunen betreut. Das beschlossen die Gemeindevertreter.

Rasdorfs Feuerwehren sollen in absehbarer Zeit zwei neue Fahrzeuge erhalten. Um die Kosten in überschaubaren Grenzen zu halten, hat die Gemeinde jetzt diese Investitionen beim Land gemeldet, um entsprechende Fördermittel zu bekommen. Bei den Geräten geht es um einen Einsatzleitwagen für die Feuerwehr Rasdorf, der 108.000 Euro kostet. Hier wird ein Landeszuschuss von 32 400 Euro erwartet. Der Wagen soll einen rund 25 Jahre alten Vorgänger ersetzen. Rasdorfs Wehr soll zudem ein neues Staffellöschfahrzeug (Gesamtkosten: 305.000 Euro) erhalten. Hier beläuft sich der Zuschuss auf 73.500 Euro. Die Investitionen seien wichtig, um die Einsatzkraft der Wehren zu erhalten, sagte Hahn. Diesem Ziel diente auch ein weiterer Beschluss der Vertretung: Diese stimmte einmütig dafür, im Jahr 2020 wegen der Corona-Risiken auf die eigentlich turnusgemäß anstehende gemeinsame Jahreshauptversammlung aller Rasdorfer Wehren zu verzichten. Sie soll auf das Jahr 2021 verschoben werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema