Foto: Hartmut Zimmermann

Rathaus erhält zweiten Haupteingang: Pläne für Umbau in Hünfeld werden konkreter

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Das Hünfelder Rathaus wird nach den Plänen des Fuldaer Architekturbüros Staubach und Partner einen zweiten Haupteingang im rückwärtigen Bereich in der Rathausstraße erhalten. Der Grund: Die Barrierefreiheit ist beim Zugang über den historischen Haupteingang an der Frontseite nicht realisierbar.

So könnte der neue Eingang an der Rückseite des Rathauses aussehen. / Quelle: Stadt Hünfeld

Auch das bogenförmige bisherige Treppenhaus, das im Rahmen des Umbaus 1968 eingebaut worden war, kann nicht in der bisherigen Form verbleiben, da es sich aufgrund der im inneren Treppenlauf zu kurzen Trittstufen nicht als Fluchttreppe eignet. Stattdessen soll ein Podest-Treppenhaus mit geraden Treppenstufen eingebaut werden. Die Offenheit und Transparenz, so die Pläne der Architekten, solle sich aber durch den gläsernen Aufzug weitgehend erhalten.

Das Treppenhaus hätte ohnehin erheblich verändert werden müssen, da im bestehenden Treppenauge der Platz nicht für die erforderliche Größe eines barrierefreien Personenaufzuges reicht. Wärmetauscher und technische Anlagen der Lüftungsanlage, die sich gegenwärtig im rückwärtigen Bereich des Rathauses befinden, werden nach den Plänen der Architekten in den Dachbereich verlegt. Angesichts des Umfangs der Bauarbeiten ist der vorübergehende Auszug der Verwaltung unausweichlich.

Umbaumaßnahmen wird es auch im benachbarten Haus Mittelstraße 9 geben, wo ebenerdig in dem früheren Ladenlokal das Bürgerbüro einziehen soll. In den Obergeschossen werden die Ordnungsbehörde, das Standesamt und die Finanzverwaltung untergebracht. In dem Gebäude gibt es bereits einen Aufzugsschacht, der allerdings gegenwärtig nur mit einem Lastenaufzug vom Erdgeschoss zum Kellergeschoss ausgestattet ist. In diesem Schacht soll ein Personenaufzug eingebaut werden, über den künftig alle Etagen barrierefrei erschlossen werden könnten.

Weiterhin soll es an diesem Gebäude Verbesserungen beim Brandschutz und der Energieeffizienz sowie zusätzliche Belichtungsmöglichkeiten durch den Einbau von weiteren Fenstern geben, um dort die Raumqualität zu verbessern. Vorbereitende Maßnahmen für beide Bauprojekte werden nach den Worten des Bürgermeisters bereits in den Osterferien erfolgen.

Insgesamt ist das Vorhaben mit rund 6,5 Millionen Euro veranschlagt. Dazu erhält die Stadt Hünfeld Fördermittel aus Investitionsprogrammen des Landes und des Bundes in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

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