Fotos: Hartmut Zimmermann

Rathaus-Umbau in Hünfeld: Kosten steigen um rund 70 Prozent

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Wer ein 130 Jahre altes Haus von Grund aus umbaut und saniert, der muss auf Überraschungen gefasst sein. Doch der in den Kosten für den Hünfelder Rathausumbau mit 250 000 Euro eingestellte Posten für „Unvorhergesehenes“ war rasch verbraucht.

Von unserem Redaktionsmitglied Hartmut Zimmermann

In nüchternen Zahlen: Aus den 6,5 Millionen Euro, die vor ziemlich genau zwei Jahren seitens der Stadt als Kosten für Bürgerbüro-Neubau und Rathaus-Umbau genannt wurden, sind elf Millionen Euro geworden – eine Steigerung um fast 70 Prozent.

Koordinator Thomas Henkel, der die Arbeiten in enger Rückkopplung mit Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) und dem Ältestenrat der Stadtverordnetenversammlung betreut, geht davon aus, dass die neuen Zahlen belastbar sind. Denn demnächst seien die Aufträge zu rund 98 Prozent vergeben.

Schlechte Bausubstanz und hoher Aufwand

Die unerwartet schlechte Bausubstanz und der hohe Aufwand, der aufgrund der Vorgaben der Statiker und des Brandschutzes erforderlich sind, seien die Hauptursache für die Kostenexplosion, sagt Henkel. Hinzu komme, dass die Preise am Bau sowohl bei den Arbeitskosten der Unternehmen als auch bei den Materialien in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen seien. Die Kosten lägen jedenfalls nicht daran, dass man sich im Rathaus eine „Luxus-Ausstattung“ gönne: „Das bleibt alles im normalen Bereich.“

Er ist zuversichtlich, dass die Verwaltung im November 2020 peu à peu wieder ins Rathaus einzieht und dann im Dezember die Arbeit komplett dort aufnimmt. „Wir müssen parallel zum Bauen allmählich beginnen zu planen, damit der Umzug zurück ebenso gut klappt wie der Wechsel ins Museum Modern Art.

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