Der alte Streckenabschnitt der Hersfelder Kreisbahn in Schenklengsfeld
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Der Schenklengsfelder Bürgermeister Carl Christoph Möller möchte die Bahnstrecke der alten Kreisbahn für den Güterverkehr wiederbeleben.

Förderverein macht Gemeinde Angebot

Reststück der alten Hersfelder Kreisbahn steht für 20.000 Euro zum Verkauf

Der Förderverein Werra-Fulda-Bahn hat der Gemeinde Schenklengsfeld die Bahnstrecke nach Heimboldshausen für 20.000 Euro zum Kauf angeboten.

Schenklengsfeld - Das gab Bürgermeister Carl Christoph Möller (parteilos) während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bekannt. Die Offerte des Vereins sehe eine Zahlung in Raten von je 5000 Euro über einen Zeitraum von vier Jahren vor.

Neben der Gemeinde gebe es laut Vereinsvorstand noch zwei weitere Kaufinteressenten für das Reststück der ehemaligen Hersfelder Kreisbahn, berichtete Möller, der eine Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke für den Güterverkehr anstrebt.

Bei zwei Streckenbegehungen sei der Zustand des Gleiskörpers ermittelt worden. Das schriftliche Gutachten dazu stehe noch aus, ebenso wie ein Brückengutachten. Positive Signale habe er von den Förderstellen erhalten, führte der Bürgermeister weiter aus.

Auch die Regionalplanung begrüße die Instandsetzung der Strecke, nachdem ihr eine ansiedlungswillige Firma genannt worden sei, die die Strecke nutzen möchte.

Förderverein Werra-Fulda-Bahn unternahm mehrere Versuche zur Reaktivierung der Bahnstrecke

Unter der Maßgabe einer reaktivierten Gleisverbindung haben laut Möller bereits Firmen Interesse am Standort Schenklengsfeld bekundet. Um welche Unternehmen es sich dabei handelt, sagte der Rathauschef allerdings noch nicht öffentlich. „Sobald wir alle Fakten zur Reaktivierung zusammenhaben, werden wir sie präsentieren“, kündigte Carl Christoph Möller an.

Für ein bundesweites Medienecho hatte der Förderverein Werra-Fulda-Bahn gesorgt, als er die zwölf Kilometer lange Bahnstrecke samt Lokschuppen und Fahrzeugen im Frühjahr 2017 auf der Internet-Plattform Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf anbot.

Im Februar 2018 beschlossen die Mitglieder mehrheitlich, die 2009 von der Hersfelder Eisenbahn Gesellschaft (HEG) erworbene Strecke für einen symbolischen Euro an den Niederländer Klaas J. Smit zu veräußern. Dieser wollte unter anderem Pfannkuchen-Restaurants auf der Strecke laufen lassen.

Restbahnhof in Schenklengsfeld: Allein die Haftpflichtversicherung kostet 3.000 Euro

Kommunalpolitiker aus den Anliegergemeinden der Strecke äußerten nach dieser Entscheidung allerdings Zweifel an der Seriosität des Investors und kritisierten die in ihren Augen überstürzte Festlegung des Vereins auf den niederländischen Käufer.

Um sich bei Bedarf den Zugriff auf die Bahngrundstücke in ihren Gemarkungen zu sichern, beschlossen die Gemeindeparlamente von Schenklengsfeld und Hohenroda entsprechende Vorkaufsrechtssatzungen.

Dass der Förderverein nun gegenüber der Gemeinde einen höheren Kaufpreis aufruft als noch vor zwei Jahren, begründete der Vereinsvorsitzende Jürgen Baumgardt während der Ausschusssitzung mit zwischenzeitlich entstandenen Kosten: Alleine die Haftpflichtversicherung schlage mit 3000 Euro zu Buche.

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