Feiernde beim Rhön Rock Festival
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Der Dank der Veranstalter gilt ausdrücklich der stetig wachsenden Festivalgemeinde. (Archivbild)

Gerockt wird ein Jahr später

Verschiebung von Rhön Rhock „unvermeidlich“

  • Johannes Götze
    vonJohannes Götze
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Der Ticketvorverkauf lief. Die Bands waren gebucht. Beinahe alle Vorbereitungen getroffen. Doch auch die Rocker müssen nun die Waffen strecken und sich der Coronavirus-Pandemie beugen: 2020 wird kein „Rhön Rock“ stattfinden, die geplante vierte Auflage wird stattdessen 2021 in Oberfeld steigen.

Oberfeld - „Niemand kann Spaß haben und unbeschwert feiern, wenn ein derartiges Gesundheitsrisiko über unserer Veranstaltung schwebt“, erklären die Organisatoren, die noch lange auf eine Wende zum Guten gehofft hatten. Für Geschäftsführer Oliver Vogt sei die Absage aber der letztlich einzig logische Schluss gewesen, behördlich wäre ihm ob des bis zum 31. August geltenden Verbots von Großveranstaltungen ohnehin kaum eine Wahl geblieben.

Doch ein Plan B ist bereits ausgearbeitet: Das Festival findet mit den gleichen Hauptacts vom 12. bis 15. August 2021 statt. „Wir hatten ein super Line-Up für dieses Jahr am Start, war wir an den Anfragen und Vorverkäufen deutlich gemerkt haben. Eine Änderung kam daher von unserer Seite gar nicht in Frage“, erklären die Rhön Rocker, deren Organisationsteam sich um Andreas Nickel, Mario Riethmüller, Nicole Vogt und Jürgen Bartsch erweitert hat.

13 Bands stehen für 2021 fest

„In solchen Situationen zahlt sich der enge Kontakt mit den Bands und deren Vertretern aus, die die Verlegung in so kurzer Zeit möglich machen konnten“, sagt Vogt, der ausführt, „dass wir den Bands, die bereits für die eigentlich dann fünfte Auflage in 2021 mit uns im Gespräch waren, leider absagen mussten“. 13 Bands stehen derzeit für die viertägige Auflage in 2021 fest, darunter Ohrendfeindt, Triddana, Crystal Ball und Crazy Lixx.

Die bereits erworbenen Tickets, so sagen die Veranstalter, behalten ihre Gültigkeit. Dies gelte auch für die in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Kreuz in Horas veranstalteten und teilweise bereits ausverkauften Konzerte, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie in den Herbst verschoben werden mussten. „Wir erfahren derzeit eine Welle von Zuspruch und Treuebekundungen durch unsere Gäste und Fans, das ist unbeschreiblich. Dafür können wir uns bei allen nur bedanken. Rock- und Metal-Fans sind eine treue Gemeinde, das zeigt sich immer wieder“, danken die Organisatoren für den Rückhalt und berichten, „dass wir das Rhön-Rock-Schiff ohne große Beulen durch die Krise bekommen werden und hoffen, dass das auch vielen anderen in der Branche gelingt“.

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