Stiftungsratsvorsitzender Joachim Jentsch (rechts) mit dem scheidenden Direktor Volker Bausch und dessen Nachfolgerin Ricarda Steinbach. / Foto: Hartmut Zimmermann

Ricarda Steinbach löst Volker Bausch an Spitze der Point-Alpha-Stiftung ab

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Geisa - Es war wohl die ungewöhnlichste „Lehrer-Entlassfeier“ seit langem:_Zahlreiche prominente Gäste waren im Geisaer Schloss zusammengekommen, um den Direktor der Point Alpha Stiftung, den Pädagogen Volker Bausch (65), zu verabschieden und dessen Nachfolgerin Ricarda Steinbach (44) willkommen zu heißen.

Von unserem Redaktionsmitglied Hartmut Zimmermann „Wir lassen Sie ungern gehen“, sagte Professor Hans-Joachim Jentsch, der die Gäste in seiner Funktion als Stiftungsratsvorsitzender willkommen hieß. Unter den zahlreichen namhaften Teilnehmern war auch Dr. Bernhard Vogel, der frühere rheinland-pfälzische und thüringische Ministerpräsident, an dessen entscheidende Mitwirkung bei der Erhaltung von Point Alpha Jentsch erinnerte. Jentsch nannte den scheidenden Direktor einen „Glücksfall für die Point Alpha Stiftung“. Denn dieser habe in seiner viereinhalbjährigen Amtszeit Erhebliches geleistet. Dabei sei es sowohl um die Stärkung und Entwicklung der inneren Strukturen als auch um die Außendarstellung gegangen. Besonderes Lob zollte Jentsch Bauschs Einsatz für das Verhältnis zu den US-Streitkräften. „Da ist ein Freundschaftsband entstanden, das auf Sie zurückzuführen ist“, unterstrich er. „Gehen Sie Ihren eigenen, ganz individuellen Weg“ Die neue Direktorin Ricarda Steinbach hieß Mark Weinmeister (CDU), Staatssekretär in der Wiesbadener Staatskanzlei, mit einem Ratschlag willkommen: „Treten Sie nicht in die Fußstapfen Ihrer Vorgänger, sondern gehen Sie Ihren eigenen, ganz individuellen Weg.“ Weinmeister versäumte es nicht, Steinbach in Hessen willkommen zu heißen: „Sie haben Glück, Sie kommen ins Fuldaer Land“. Er beschrieb die Menschen dort als „hart arbeitend, kreativ und verlässlich.“ Bausch hatte in seinen Dankesworten betont, wie sehr ihn die Zeit in der Point Alpha Stiftung erfüllt habe. Diese müsse auch weiterhin dafür stehen, dass die Schicksale der Menschen an der Grenze erzählt würden und an Opfer, Taten und Täter erinnert werde. „Nach so viel Dank wende ich mich mit einer Bitte an Sie: Begegnen Sie mir mit ebenso viel Offenheit wie meinem Vorgänger Volker Bausch“, sagte Ricarda Steinbach. Sie sei gespannt auf die neue Aufgabe und freue sich auf Point Alpha als einen Ort der Begegnung – mit den USA ebenso wie mit Russland.

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