Foto: Karl-Heinz Burkhardt

K + S-Erkundungsbohrung bei Dittlofrod

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Dittlofrod - In diesem Monat startet das Werk Werra der K+S Kali GmbH die Vorbereitungen für eine Erkundungsbohrung in der Gemarkung Dittlofrod. Dazu wird eine 1500 Quadratmeter große Fläche vorbereitet. Es geht um Vorarbeiten für die Ausbeutung des „Felds Marbach“, das sich südlich der Eitra bis vor die Tore Fuldas erstreckt.

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt, sollen damit verschiedene Daten über die Beschaffenheit des Untergrunds und auch der Salzlagerstätten im Bereich südlich der Eitra gewonnen werden. Der Bohrplatz befindet sich, wie Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig) auf Anfrage unserer Zeitung erläuterte, wenige Hundert Meter westlich der Kreisstraße 148, die von Dittlofrod nach Süden in Richtung Steinbach führt.

Das Areal soll von der kommenden Woche an hergerichtet werden. Dafür wird der Oberboden auf einer etwa 1500 Quadratmeter großen Fläche abgetragen und auf einer Halde zwischengelagert. Um die Tragfähigkeit des Bohrplatzes für das Bohrgerät herzustellen, werden im nächsten Schritt ein Geotextil, eine öldichte Folie sowie Sand und Schotter aufgebracht. Abschließend wird der Schotter verdichtet. Durch diesen Unterbau wird sichergestellt, dass der Boden und die Umwelt nicht beeinträchtigt werden, schreibt K + S.

Wie K + S erläutert, wird in Dittlofrod eine Kernbohrung niedergebracht. Das bedeutet, dass nach und nach ein insgesamt mehrere Hundert Meter langer Bohrkern aus dem Boden gezogen wird, mit dessen Hilfe man zahlreiche Einzelheiten zur Bodenbeschaffenheit erfahren kann. So wird die Schichtenfolge der Gesteine mit allen Einzelheiten erkennbar, aber es wird auch deutlich, wie es um die Stabilität des „Deckgebirges“ gestellt ist. Zudem „sagt“ der Bohrkern etwas darüber aus, ob im Bereich des eigentlichen Salzlagers noch mit störendem Wasser zu rechnen ist.

Bereits 2013 hatte Kali und Salz das Ergebnis von Untersuchungen mitgeteilt, dass in diesem Bereich noch rund 587 Millionen Tonnen Rohsalz liegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 waren im gesamten Werk Werra mit den Standorten Unterbreizbach und Hattorf etwa 13,5 Millionen Tonnen Rohsalz abgebaut und verarbeitet worden. Demnach, so das Unternehmen, reiche der Salzvorrat noch für weitere 40 Abbau-Jahre. / zi

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