Nicht nur die Fahrbahn, auch die Böschungen entlang der Straße von Morles nach Gotthards werden derzeit in Ordnung gebracht. Insgesamt kostet das Projekt rund 1,7 Millionen Euro. Ende Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. / Foto: Karl-Heinz Burkhardt

Sanierung zwischen Gotthards und Morles im Plan – Noch zwei Monate ist die Straße dicht

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Nüsttal - Noch bis Ende Juni müssen alle, die durch das Nüsttal in Richtung Gotthards fahren wollen, einen ordentlichen Umweg in Kauf nehmen: Bis dahin bleibt die Landesstraße wegen der umfangreichen Bauarbeiten gesperrt. Kleiner Trost: Die Arbeiten liegen gut im Zeitplan, teilt Hessen Mobil mit.

Die Anlieger kennen die Situation bereits: Schon im vergangenen Jahr war wegen der Sanierung der Straße der Weg von Morles nach Gotthards deutlich länger als gewohnt. Seit vier Wochen ist es wieder so weit: Auf der schmalen Straße sind erneut schwere Maschinen unterwegs. Am 31. März begannen die Firmen mit dem zweiten Bauabschnitt. Die Arbeiten so zu organisieren, dass jeweils eine Fahrspur frei bleibt, ist nicht möglich: Die Straße ist so schmal, dass sowohl die Einschränkungen für die Arbeiten als auch die Risiken für die Sicherung der Verkehrsteilnehmer und der dort Tätigen zu groß wären. Daher bleibt die Straße für die nächsten zwei Monate gesperrt. Die Umleitung führt, wie auch im vergangenen Jahr, über die L3258 von Morles nach Hofbieber, dort über die L3174 bis Schwarzbach und schließlich über die L3293 nach Gotthards, sowie umgekehrt. Eine Zufahrt zum Weiler Kermes ist aus Richtung Gotthards für Anwohner und Anlieger weiterhin möglich. Auf der Landesstraße zwischen Morles und Gotthards wurden verschiedene Straßenschäden festgestellt, wie beispielsweise zahlreiche Risse, Setzungen und Ausbrüche. Eine Instandsetzung der Fahrbahn wurde daher notwendig. Im ersten Bauabschnitt war eine Strecke von rund 2200 Metern fertiggestellt worden. In diesem Jahr muss noch ein Kilometer in Ordnung gebracht werden. Das betrifft aber nicht allein die eigentliche Fahrbahn: Teile der Straßenböschung sind in diesem Streckenabschnitt instabil. Daher muss auf einer Länge von rund 300 Metern der ganze Hang bearbeitet werden. Dazu bauen die Experten auf der Talseite der Straße ein Spezialgewebe in die Erde ein, um sie langfristig gegen das Abrutschen zu sichern. Zur Hangseite hin werden zurzeit auf einer Länge von etwa 800 Metern Bordsteine versetzt. Entsprechend müssen auch die Leitungen für die Straßenentwässerung neu verlegt werden. Mit dieser Woche beginnen die Arbeiten im eigentlichen Fahrbahnbereich. Hierfür wird die vorhandene schadhafte Fahrbahnbefestigung aufgenommen und anschließend durch ein neues Asphaltpaket, bestehend aus Asphaltbinder- und Asphaltdeckschicht ersetzt. In Teilbereichen wird zudem ein Vollausbau mit zusätzlichen Erdbauarbeiten und Erneuerung der Asphalttragschichten erforderlich. In diesem Zusammenhang werden ebenfalls die Bankette saniert. "Sofern die Bauarbeiten wie bisher planmäßig verlaufen, wird die Maßnahme bis Ende Juni fertiggestellt" heißt es aus der Pressestelle von Hessen Mobil in Schotten. Das Land Hessen investiert insgesamt etwa 1,7 Millionen Euro in diese Baumaßnahme.

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