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Die Linde hat einen Umfang von rund 18 Metern.

Riesenlinde in Schenklengsfeld

Der älteste Baum Deutschlands bekommt neue Krücken

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In Schenklengsfeld (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) steht der wahrscheinlich älteste Baum Deutschlands. Die Linde, die schon mehr als 1200 Jahre auf dem Buckel hat, steht seit einiger Zeit auf Krücken. Nun bekommt sie neue „Stehhilfen“, die sich der Kreis 30.000 Euro kosten lässt.

Schenklengsfeld – Die Riesenlinde in Schenklengsfeld wurde nach Angaben des Landkreis Hersfeld-Rotenburg „wohl im Jahr 760 gepflanzt“. In einer Mitteilung des Kreises heißt es, „mit einem Alter von über 1200 Jahren ist sie der wahrscheinlich älteste Baum in Deutschland“.

Für Landrat Michael Koch ist die Linde mitten im Ortskern eine echte Institution.

Darauf ist man stolz in Schenklengsfeld: „Die Linde mitten im Ortskern ist eine echte Institution und steht häufig im Mittelpunkt von Veranstaltungen jeglicher Art“, so Landrat Dr. Michael Koch (CDU).

Alte Linde in Schenklengsfeld bekommt 30.000-Euro-Krücken

Nach all diesen Jahren und nach Hunderten Dorffesten, bei denen die Linde oft Mittelpunkt war, braucht sie selbstverständlich ein bisschen Hilfe, um sicher zu stehen. „Schon vor Jahrhunderten ist das Gewicht einzelner Stammteile so groß geworden, dass diese abgestützt werden mussten“, schreibt der Landkreis.

Ein Holzgerüst mit rund 80 Balken trägt einzelne Äste des Baums, der einen Umfang von 18 Metern hat. Dass das Gerüst der Witterung schonungslos ausgesetzt ist, war zuletzt deutlich erkennbar. In fast allen Bereichen ist es außerdem mit dem Eichenwirrling, einem holzzersetzenden Pilz, befallen.

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg saniert das Gerüst rund um die Linde deshalb in den kommenden Wochen. Knapp 30.000 Euro werden investiert, um das Wahrzeichen Schenklengsfelds wieder strahlen zu lassen. Verbaut wird Lärchenholz, das als besonders witterungsbeständig gilt. Ende Juni soll das Projekt abgeschlossen sein.

Die Riesenlinde in Schenklengsfeld

Die Linde wurde wohl im Jahr 760 gepflanzt. Sie besteht aus vier Stammteilen, die einem gemeinsamen Wurzelstock entspringen. Insgesamt liegt der Umfang der Linde bei rund 18 Metern.

Schon 1926 wurde sie zum Naturdenkmal erklärt. Die letzte Sanierung erfolgte im Jahr 2009 im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt- und Naturschutz.

Ein Blick auf das Wappen der Gemeinde lässt die Bedeutung des massiven Baumes für die Schenklengsfelder erahnen: Es wird von einem gespaltenen grünen Lindenzweig geziert.

Im jährlichen Wechsel finden das Lindenblütenfest und das Apfelweinfest im direkten Umfeld des Baums statt.

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