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Scheune brennt in Burghaun nieder: Brandstiftung ausgeschlossen

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Die Brandstelle am Donnerstag. / Fotos: Christoph Weß
Die Brandstelle am Donnerstag. / Fotos: Christoph Weß

Hechelmannskirchen - Eine Scheune in der Schwarzbachstraße im Burghauner Ortsteil Hechelmannskirchen ist am heutigen Mittwochabend komplett abgebrannt. Über den Brand informierte die Feuerwehr bereits in einer Leitstellenmeldung um 17.26 Uhr.

Das Feuer in Hechelmannskirchen ist anscheinend im Strohlager eines landwirtschaftlichen Betriebs ausgebrochen. Mittlerweile, gegen 19.30 Uhr, ist die Scheune komplett abgebrannt, das Dach ist eingestürzt. Auch ein Teil des benachbarten Schweinestalles brannte, so der Einsatzleiter der Feuerwehr. Etwa 150 Stroh- und Heuballen seien in dem dortigen Außenlager in Brand geraten. Die alarmierte Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern.

Polizei vermutet als Ursache Schweißarbeiten auf dem Dach

Nach Angaben der Polizei vor Ort hat sich vermutlich durch Funkenflug ein Außenlager von Strohballen entzündet. Genauere Angaben zu den Ursachen konnte auch der Einsatzleiter der Feuerwehr nicht geben. Als Brandursache werden Schweißarbeiten auf dem Dach der Scheune vermutet. Am Donnerstag legt man sich im Polizeipräsidium noch nicht fest. Brandstiftung könne man aber zumindest ausschließen. Menschen und Tiere wohl außer Gefahr

Die Löscharbeiten, an denen mehrere Wehren mit etwa 75 Einsatzkräften aus Burghaun, Hünfeld und Schlitz beteiligt waren, sind erfolgreich. Menschen waren und sind nicht in Gefahr. In dem Stall befanden sich etwa 40 Schweine, die noch rechtzeitig aus dem Gebäude gerettet werden konnten. Wie der Einsatzleiter vor Ort mitteilte, konnten auch zwei Muttersauen mit ihren Ferkeln erfolgreich in einen anderen Stall gerettet werden. Es entstand nach bisherigen Schätzungen ein Schaden zwischen 100.000 Euro und 150.000 Euro.

Probleme bei der Versorgung mit Löschwasser

Neben Feuerwehr und Polizei ist auch das Technische Hilfswerk (THW) vor Ort, um den einsturzgefährdeten Stall abzustützen. Die Strohballen mussten mit einem Radlader auseinander gezogen werden. Es habe Probleme mit der Löschwasserversorgung vor Ort gegeben – Schläuche mussten über lange Wegstrecken aufgebaut werden –, weshalb die Feuerwehr einen Pendelverkehr mit zwei Tanklöschfahrzeugen einrichten musste, so der Einsatzleiter.

Viele freiwillige Helfer aus dem Dorf

Nicht nur der Burghauner Bürgermeister, Simon Sauerbier (parteilos), machte sich am Abend ein Bild von der Lage vor Ort. Auch viele Bewohner aus dem Dorf halfen bis in die Nacht bei den Arbeiten. Die Burghauner Gemeinde übernimmt die Getränke- und Verpflegungskosten, die die Familie für die Helfer zur Verfügung gestellt hat.

Bürgermeister Sauerbier: „Schwerer Schicksalsschlag“

„Das ist sehr dramatisch für die Familie, ein schwerer Schicksalsschlag“, so Sauerbier. „Mein Dank gilt der Rettungskette, die so schnell funktioniert hat und natürlich den Feuerwehren aus Hünfeld, Schlitz und Ützenhausen und Burghaun, die schlimmeres verhindert haben.“ Der Bürgermister spricht vom Glück im Unglück, da der Wind sich nicht gedreht hat: „Bei der Gefahrenlage hätte fast ein halbes Dorf mit abbrennen können.“

Laut Angabe des Einsatzleiters dauern die Arbeiten am Einsatzort noch mindestens bis Donnerstagmittag an. Insgesamt, so erläuterte Burghauns Gemeindebrandinspektor Holger Rausch, waren bei dem Einsatz rund 90 Personen, davon etwa 75 Feuerwehrleute im Einsatz. / cw, erz, zi

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