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Die „Schluckspechte“ aus Nüsttal feiern ihr 50-jähriges Bestehen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Nüsttal - Ein kleiner Verein aus Silges, bestehend aus 13 gestandenen Männern, hauptsächlich aus Silges und Rimmels, existiert nun schon 50 Jahre. Auch wenn der „Geburtstag“ erst im Dezember ist: Die Vorfreude ist bei den Beteiligten schon jetzt groß. Das spürt man in den Zeilen, mit denen dieser besondere Club aus Nüsttaler auf seine Geschichte zurückschaut.

„Im Dezember 1970 saßen wir, wie so oft, in unserer Kneipe und suchten krampfhaft nach einem Namen für die gesellige Runde. Als ein Stammgast das Lokal betrat und uns mit den Worten begrüßte: ,Na, ihr Schluckspechte...’ – und schon war der Name gefunden.“

Dass „Schluckspechte“ sich zunächst anhört, als käme man nur zum harten Trinken zusammen, entspreche nicht der Wirklichkeit: „Weit gefehlt – wir nahmen und nehmen am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teil. Ob Theater, Feuerwehr, Gesangverein, Tanzgruppe, Kirmes, eigener Wagen beim Fastnachtsumzug – die Schluckspechte waren überall dabei.“

Fußballspiele gegen den Taubenverein

An Dorffesten stellte man eine schlagkräftige Truppe und spielte Fußball gegen Taubenverein, Gesangverein oder Tanzgruppe. Besondere Höhepunkte waren gemeinsame Busfahrten: Der „Singende Wirt“ in Airing war ebenso Reiseziel wie das oberfränkische Kulmbach – in Zeiten, als es dort noch vier Brauereien gab.

Die Krombacher Brauerei wurde besichtigt und die heimische Hochstift-Brauerei in Fulda natürlich auch. Zur Vereinsgeschichte gehören aber auch Kutschfahrten durch die Rhön und eine Paddeltour auf der Fulda, Radtouren auf dem Haune- und dem Milseburgradweg.

Zwei der Gründungsmitglieder starben bei tragischen Unfällen

Historisch wurde es bei einem Wikinger-Turnier in Silges, die aktuelle Geschichte kam bei der Grenzöffnungs-Wanderung über Spahl nach Ketten zum Tragen. Klar, dass auch so mancher Kegelabend und dieser und jener Preisskat zum Vereinsangebot gehörte.

Zwei der Gründungsmitglieder starben leider bei tragischen Verkehrsunfällen. Von den übrigen Aktiven sind die meisten in Rente, haben Kinder und Enkelkinder. Und obwohl ja Rentner bekanntlich nie Zeit haben, werden auch heute noch so einige Unternehmungen durchgeführt: Eine Winterwanderung (mit oder ohne Schnee), eine Maiwanderung, Familientreffen am Pfingstsonntag am Jungfernbörnchen und eine Herbstwanderung zur Milseburg finden jährlich statt.

Dazu kamen schon so manche runde Geburtstage. Schluckspechte sind eben gerne in Wander- und Feierlaune. Auch wenn sich im Laufe der Jahre vieles verändert hat: Die „Schluckspechte“ wollen aktiv bleiben. Und das, so schreiben sie, „gelingt uns auch, weil unsere Frauen uns tatkräftig unterstützen und genauso aktiv dabei sind.“ / zi

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