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Schweizer übernehmen Burghauner Bandagier-Experten – und bauen aus

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Burghaun/Hünfeld/Dierikon - Derzeit arbeitet das Burghauner Bandagiertechnik-Unternnehmen Kabatec auf rund 1600 Quadratmetern. Das soll sich ändern: Gleich nebendran ist eine 2500 Quadratmeter große Halle geplant. Denn der Weltmarktführer in Sachen Kabelbaum-Herstellung braucht mehr Platz und mehr Mitarbeiter. Dafür werden rund vier Millionen Euro investiert. Heute Nachmittag gibt es ab 15 Uhr einen Ortstermin, um den Anliegern und Nachbarn in der Bahnhofstraße zu erläutern, was geplant ist.

Die Entscheidung zum Wachsen fiel in Zeiten der Veränderung. Denn das Burghauner Technologie-Unternehmen ist seit Juli nicht mehr selbstständig, sondern von der schweizerischen Komax AG übernommen worden, berichten die Kabatec-Gründer und Geschäftsführer Heinz Billing (55) und Markus Reisinger (42) im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch nicht nur Kabatec ist seit Kurzem unter das Dach des international im Bereich Kabel und Draht tätigen Unternehmens Komax gekommen: Bereits im März hatten die Eidgenossen die in Hünfeld sesshafte Ondal Tape Processing GmbH (OTP) übernommen.

Die 15 dort tätigen Mitarbeiter werden künftig in die Kabatec eingegliedert. „Der Firmenname Kabatec wird erhalten bleiben, die Marke OTP erlischt, erläutert Billing. „Mit den Übernahmen von Ondal Tape Processing und Kabatec ist die Komax-Gruppe zur weltweiten Marktführerin im Bereich der Bandagiertechnik aufgestiegen“, schreibt die das Unternehmen aus Dierikon im Kanton Luzern seinen Aktionären im Halbjahresbericht.

Überschwemmungsgebiet der Haune

„Die Übernahme von Kabatec durch Komax ist nicht die Folge einer schwierigen Lage unseres Unternehmens, sondern eine bewusste Entscheidung, die wir auch im Sinn der langfristigen Sicherung von Kabatec getroffen haben“, unterstreichen die beiden Geschäftsführer. Mit der Komax, die man schon lange Jahre als strategischen Partner kenne und schätze, sei eine gute, langfristige Entwicklung möglich. Dazu gehöre nicht zuletzt die vertraglich festgeschriebene Sicherung des Standorts Burghaun, der nun vor einem beträchtlichen Ausbau steht.

„Wir sind froh, dass wir direkt neben den Gebäuden eine Erweiterungsfläche haben“, betont Billing. Der Haken: Die Wiese liegt im Überschwemmungsgebiet der Haune. Der Lösungsansatz: Eine Halle auf Pfostenfundamenten, so dass unter der Produktionsebene auch noch Platz für den Firmenparkplatz entsteht – wenn nicht gerade Hochwasser ist. Das ist anscheinend ein Weg, den auch die Naturschutz- und Wasserbehörden mitgehen könnten. Das habe ein Vorbesprechungstermin ergeben, berichten die Geschäftsführer. / zi

Einen ausführlichen Bericht und weitere Informationen zu Kabatec finden Sie in der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung sowie im E-Paper.

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