Eine Streife der Polizei hat möglicherweise einen schlimmen Unfall verhindert: Ein Transporter, der auf der A7 unterwegs war, hatte drei Sattelzüge nur unzureichend gesichert.
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Eine Streife der Polizei hat möglicherweise einen schlimmen Unfall verhindert: Ein Transporter, der auf der A7 unterwegs war, hatte drei Sattelzüge nur unzureichend gesichert.

Hohe Bußgelder drohen

Schwerer Unfall auf der A7 verhindert? Drei Sattelzüge nur unzureichend gesichert

Eine Polizeistreife hat kürzlich einen möglicherweise schweren Unfall bei Neuenstein verhindert. Ein Autotransporter hatte drei Sattelzugmaschinen geladen, die wegen unzureichender Sicherung drohten, auf die Fahrbahn zu fallen.

Neuenstein - Der Transporter war am 29. September auf der A7 auf der Steigungsstrecke „Pommer“ zwischen den Anschlussstellen Bad Hersfeld-West und Homberg/Efze in Richtung Norden unterwegs gewesen, als er einer Streife der Autobahnpolizei Bad Hersfeld auffiel.

Laut Polizei hatte der Transporter drei Sattelzugmaschinen geladen, die wegen ihrer Länge aber nicht auf die Ladefläche des Transports passten. „Sie wurden ineinander verschachtelt verladen“, beschreibt die Polizei, wodurch eine klare Überschreitung der zugelassenen Gesamthöhe entstand.

Kontrolle der Autobahnpolizei: Fahrer ignoriert Beamte zunächst

Um die entstandene Überhöhe zu reduzieren, wurde bei der vorderen Sattelzugmaschine, die auf einem erhöhten Bereich, dem sogenannten „Schwanenhals“ des Anhängers stand, außerdem die Luft aus den Vorderreifen abgelassen. Die vorgeschriebene Sicherung mit speziellen Gurten hatte das Unternehmen ebenfalls nicht vorgenommen.

Als die Polizeistreife den Autotransporter wegen der Sicherheitsmängel auf dem nahegelegenen Parkplatz „Fuchsrain“ kontrollieren wollte, ignorierte der Fahrer dies zunächst. „Erst mit Blaulicht war er dazu zu bewegen, der Polizei auf den angesteuerten Autobahnparkplatz zu folgen“, berichtet die Polizei.

Auf einem Parkplatz kontrollierten die Beamten den Transporter und hinderten ihn vorerst an der Weiterfahrt.

Hier wurde festgestellt, dass der Transport an seiner höchsten Stelle über 50 Zentimeter zu hoch war. „Bereits an der nächsten Autobahnbrücke hätte er deshalb hängenbleiben und möglicherweise einen schweren Verkehrsunfall verursachen können“, erklärt die Polizei. Zudem war die vorne geladene Sattelzugmaschine wegen der abgelassenen Luft deutlich nach rechts gerutscht und drohte bei einem Ausweichmanöver oder einer Kurvenfahrt weiter zu verrutschen und sogar vom Autotransporter zu fallen.

Weiterfahrt vorerst nicht gestattet - Hohe Bußgelder drohen den Beteiligten

Die Beamten der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld untersagten dem Fahrer des Autotransporters zunächst, weiterzufahren und befestigten eine gehärtete Sicherungskette am Sattelzug. Eine der drei zuvor beförderten Sattelzugmaschinen wurde auf einen zweiten Transporter verladen. Erst als die Autobahnpolizei die neuerliche Sicherung kontrollierte, durften die Transporter weiterfahren.

Teuer wird es trotzdem: Gegen den Fahrer, den Verlader und auch gegen den Halterverantwortlichen wurden wegen der Verstöße Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gestellt. Alle drei müssen mit Geldbußen im jeweils dreistelligen Eurobereich rechnen. (akh)

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