Foto: Hartmut Zimmermann

SPD sorgt sich wegen Bahnhof in Neukirchen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Neukirchen - Ärger in Haunetal: Die SPD-Fraktion äußert in einer Pressemitteilung „Sorge um den Bahnhof Neukirchen“. Weil die Deutsche Bahn ein neues Stellwerk baut, fallen dort Parkplätze weg. Auch eine Bushaltestelle muss verlegt werden. So weit hätte es nicht kommen dürfen, schreiben die Sozialdemokraten nun.

„Mit einigem Befremden und Unverständnis“ habe die SPD-Fraktion die „vagen Antworten“ von Bürgermeister Gerd Lang (parteilos) zur Park- und Haltestellensituation in der jüngsten Gemeindevertretersitzung zu Kenntnis genommen, heißt es in der Notiz. Nach dem Verkauf des Neukirchener Bahnhofs und dem Bau des neuen elektronischen Stellwerkes fallen im Vorplatzbereich Parkplätze weg. Die Bushaltestelle wurde in die Bahnhofstraße verlegt; der dortige Haltepunkt ist jedoch provisorisch. Die Situation sei insbesondere für den Schulbusverkehr unhaltbar, kritisiert die SPD. Denn sie bedeute eine erhebliche Gefährdung für die Schulkinder. So weit hätte es nicht kommen dürfen, finden die Mandatsträger unter ihrem Chef Hein-Peter Möller. Aber Bürgermeister und Gemeindevorstand hätten „nicht mit der gebotenen Weitsicht bei der Veräußerung des Bahnhofs“ gehandelt. „Man hätte doch die Wichtigkeit und Bedeutung des Bahnhofs und Haltepunkts Neukirchen für die Marktgemeinde Haunetal und die Region erkennen müssen.“ SPD: Keine Zeit verlieren In der Pressemitteilung verweist die Fraktion auf verschiedene Buslinien, die hier verliefen sowie auf den Cantus, der insgesamt 40-mal am Tag in Neukirchen halte. Hier werde die gesamte Schülerbeförderung zu den Obersbergschulen und nach Niederaula abgewickelt. Deshalb gelte es nun, keine Zeit zu verlieren: „Es muss eine schnellstmögliche Lösung für die Probleme gefunden werden, auch um den Bahnhaltepunkt Neukirchen auf Dauer zu sichern.“ Deshalb kündigt die SPD schon jetzt einen Antrag an, den sie in die Gemeindevertretersitzung nach der Sommerpause einbringen will. Demnach soll der Gemeindevorstand eine P&R-Anlage mit der notwendigen Bushaltestelle inklusive Wendeschleife „in unmittelbarer Nähe“ planen. Damit seien schnelle Umstiege für Pendler möglich. Natürlich müssten die Planungen mit der Deutschen Bahn, dem neuen Eigentümer des Bahnhofareals und dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) abgestimmt werden. Die Planungskosten machten die Genehmigung einer außerplanmäßigen Ausgabe notwendig. Die SPD drängt zudem, entsprechende Zuwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch das „Förderprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz“ abzuklopfen. / sam

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