Fotos: Hartmut Zimmerman, Sebastian Kircher

Spatenstich wohl im Sommer – Megaprojekt Tegut-Logistikzentrum

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Michelsrombach - Es geht voran beim neuen Logistikzentrum von Tegut in Michelsrombach: Der Bauantrag wird derzeit geprüft, im Sommer könnte der erste Spatenstich bei der größten Investition im Landkreis Fulda gesetzt werden.

Von unserem Redaktionsmitglied Sebastian Kircher

Schon seit Jahren bemüht sich das Unternehmen um ein neues Logistikzentrum. Die derzeitigen Standorte in der Hermann-Muth-Straße in Fulda und in Seebergen bei Gotha stoßen an ihre Grenzen, was Alter und Kapazitäten angeht. Seit 2016 ist bekannt, dass das neue Lager im Logistikpark in Hünfeld-Michelsrombach nahe der Autobahn-Anschlussstelle Hünfeld/Schlitz entstehen soll.

Im April 2019 hat Tegut das 23 Hektar große Grundstück schließlich gekauft. Das Unternehmen sprach damals von einem „Projektbudget in dreistelliger Millionenhöhe“ – das Vorhaben wäre damit die größte Investition, die es je im Landkreis Fulda gegeben hat.

Riesenprojekt erfordert langfristige Planung

Getan hat sich in Michelsrombach bisher allerdings nichts. Denn noch laufen die Vorbereitungen im Hintergrund. „Der finale Planungsstand ist bisher noch nicht erreicht“, sagt Michael Egerer, Geschäftsleiter Logistik bei Tegut, gegenüber unserer Zeitung. Das Konzept für das neue Logistikzentrum werde kontinuierlich weiterentwickelt. „Bei Bauvorhaben dieser Größenordnung ist es wichtig, alle relevanten Aspekte für und Anforderungen an den neuen Standort sorgsam zu bedenken und so einzuarbeiten, dass sie langfristig Bestand haben“, erklärt Egerer.

Spatenstich im Sommer

Der Bauantrag werde derzeit geprüft. Das bestätigt auch die Stadt Hünfeld. Pressesprecher Helmut Käsmann berichtet gegenüber unserer Zeitung: „Gegenwärtig läuft mit Hochdruck das angesichts der Größe des Vorhabens sehr komplexe Bauantragsverfahren.“ Wenn mit dem Antrag alles glatt läuft, könnte im Sommer der erste Spatenstich gesetzt werden, sagt Logistikchef Egerer. Er betont zugleich: Dieses Jahr gehe es vor allem um den Tiefbau. „Der weitere Zeitplan sieht vor, dass wir im Laufe des Jahres 2020 die verschiedenen Gewerke vergeben und der Hochbau 2021 beginnt.“

Tegut Fulda bleibt weiterhin erhalten

Das Unternehmen, zu dem rund 290 Supermärkte gehören, geht davon aus, dass die Bauarbeiten etwa drei Jahre andauern. Möglicherweise könnte das neue Logistikzentrum also im Jahr 2023 in Betrieb gehen.

Bisher wird die Tegut-Logistik an den Standorten in Fulda (etwa 620 Mitarbeiter) und Seebergen im Landkreis Gotha in Thüringen (etwa 170 Mitarbeiter) abgewickelt. Seebergen werde durch den Neubau in Michelsrombach schließen, sagt Egerer. Was mit dem Lager in Fulda passieren wird, stehe derzeit noch nicht fest. „Hier gibt es einige Optionen, die alle sorgsam durchdacht werden wollen.“ Darunter auch die Aufgabe des Standortes. Geplant ist, dass in Michelsrombach künftig etwa 700 Mitarbeiter tätig sein werden. Was hingegen schon fest steht: Tegut bleibt der Stadt Fulda erhalten. Das Unternehmen wird weiterhin von der Zentrale im Gerloser Weg aus gesteuert.

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