Blick zurück und Blick nach vorn: die SPD-Fraktion mit (von links) Peter Vieth, Georg Nophut, Philipp Krieg, Eva Kohlmann und Volker Giebel.
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Blick zurück und Blick nach vorn: die SPD-Fraktion mit (von links) Peter Vieth, Georg Nophut, Philipp Krieg, Eva Kohlmann und Volker Giebel.

Positionen nicht mehr doppelt besetzt

SPD Eiterfeld betreibt Wahlanalyse - „Oft nur als Anhängsel wahrgenommen“

In einer offenen Mitgliederversammlung in Großentaft hat die Eiterfelder SPD die Ergebnisse der Kommunalwahlen bewertet und die zukünftige Arbeit der Fraktion vorgestellt.

Eiterfeld - Wie die Co-Vorsitzende Eva Kohlmann betont, sehe man die Ursachen für das Wahlergebnis der Kommunalwahl in Hessen – die Sozialdemokraten kamen in der Marktgemeinde auf 9,4 Prozent der Stimmen – vor allem in drei Punkten: Die Öffentlichkeitsarbeit der Eiterfelder SPD sei in den letzten fünf Jahren durchaus steigerungsfähig gewesen. Dies habe auch der engagierte Wahlkampf nicht ausgleichen können. Zudem seien in der abgelaufenen Wahlperiode zwei engagierte und bei den Bürgerinnen und Bürgern überaus anerkannte Fraktionsmitglieder verstorben. Dies habe die politische Arbeit über einen zu langen Zeitraum negativ beeinträchtigt. Und: In der Außenwirkung sei der Fokus sehr stark auf den Koalitionspartner FWG gerichtet gewesen, so dass die SPD-Fraktion oft nur als „Anhängsel der FWG“ wahrgenommen wurde. „Hinzu kam noch die negative allgemeine Stimmungslage und der gegen Parteien geführte Wahlkampf in Eiterfeld“, betont Kohlmann.

SPD Eiterfeld betreibt Wahlanalyse - „Oft nur als Anhängsel wahrgenommen“

Georg Nophut wurde zum Fraktionsvorsitzenden gewählt und gab dann einen Ausblick auf die Schwerpunktthemen der politischen Arbeit der nächsten fünf Jahre, die sich aus den im Wahlkampf erarbeiteten Themen ergeben. Die Fraktion, der außerdem Volker Giebel und Eva Kohlmann angehören sowie die beiden Mitglieder des Gemeindevorstands Peter Vieth und Philipp Krieg, werden, so verspricht es die SPD, daraus einen Handlungsleitfaden zusammenstellen.

Um alle Kräfte der SPD einzubeziehen, schlugen Vorstand und Fraktion vor, die zu vergebenden Positionen nicht doppelt zu besetzen. So verzichteten Georg Nophut und Eva Kohlmann auf ihre Sitze in den Ortsbeiräten Arzell und Großentaft, Thilo Kister auf seinen Sitz in der Gemeindevertretung. Somit ist die SPD in den Ortsbeiräten Arzell mit Günther Vogt und Daniel Kiel vertreten, in Eiterfeld mit Thilo Kister und in Großentaft mit Marc Ide. Im Kreistag wird weiterhin Michael Busold die Interessen der Marktgemeinde Eiterfeld mit im Blick haben.

Nach intensiven Verhandlungen und Gesprächen mit den anderen Fraktionen, stellte Philipp Krieg die erzielte Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit der FWG vor, in der für die zukünftige Arbeit einige Neuerungen erreicht wurden. Neben Eckpunkten wie einer gemeinsamen Vorschlagsliste für die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung und der Zusammenarbeit beim Gemeindehaushalt, lässt die Behandlung von Anträgen beiden Fraktionen mehr Freiheit gegenüber den Jahren zuvor. SPD und FWG können je nach Thema gemeinsame, aber auch jeweils eigene Anträge stellen, wobei das gegenseitige Abstimmungsverhalten vorab im Koalitionsausschuss besprochen wird. Dies jedoch ohne den Druck, in jeder Sachfrage zu einer Einigung kommen zu müssen. (hw)

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