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Spiel- und Bewegungspark Rasdorf auf Rang zwei bei Partizipationspreis

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Rasdorf - Endlich konnte der Spiel- und Bewegungspark „Mikado“ am Sportgelände der Gemeinde Rasdorf eröffnet werden. Bei der mehrfach unterbrochenen Planungsphase spielten die Rasdorfer Jugendlichen eine besondere Rolle.

Sie ließen sich motivieren, aktiv bei dem Projekt mitzuarbeiten und ihre Interesse auf Gemeindeebene zu vertreten. Sie lesen nachfolgend eine Pressemitteilung des Landkreises Fulda: Alle in der Gemeinde vorhandenen Spielplätze wiesen eine Altersbegrenzung bis zwölf Jahre auf. Zudem waren sie sanierungsbedürftig.

Die Jugendlichen suchten deshalb das Gespräch mit dem Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales der Gemeinde unter dem Vorsitz von Carolin Klee. Ihr Ziel war es, etwas Neues zu schaffen, das sowohl Kinder als auch Jugendlichen und Erwachsenen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bieten sollte.

Im Januar 2014 wurde eine Arbeitsgruppe aus Jugendlichen und Erwachsenen gegründet, es wurden Ideen gesammelt und bei regelmäßigen Treffen mit Bürgermeister Jürgen Hahn und Experten praktikable Umsetzungsvorschläge unterbreitet. Bei den anschließenden Bauarbei-ten halfen zahlreiche Jugendliche und Kinder mit. So lasen sie Steine vom Gelände oder testeten die aufgeschütteten Hügel auf ihre Brauchbarkeit für BMX- und Dirt-Fahrräder.

Mit ihrem Engagement für den Spiel- und Bewegungsparks errangen die Rasdorfer Jugendlichen den mit 7.500 Euro dotierten zweiten Platz beim Hessischen Partizipationspreis „Jugend gestaltet Zukunft“. Sozial-Staatssekretär Jo Dreiseitel übergab den Preis. Das Land Hessen würdigt damit das gesellschaftliche Engagement Jugendlicher bei der Mitgestaltung und zukunftsorientierten Weiterentwicklung ihrer Lebensumwelt.

Gerhard Sechting vom hessischen Sozialministerium sagte bei der Eröffnung und Einweihung des Spiel- und Bewegungsparks, dass das Projekt ein gutes Beispiel für „Dorfleben“ sei. Jugendliche würden mit ihren Fähigkeiten ernst genommen und erhielten die Möglichkeit, Spaß zu haben und ihre Hobbys auszuüben. Über die architektonische Umsetzung berichtete Jürgen Krenzer vom gleichnamigen Architekturbüro aus Tann.

Mit einfachen Gestaltungsmitteln wurden Aussichtspunkte, Verstecke, Rückzugsräume und für alle Altersgruppen interessante Spiel- und Sportangebote geschaffen. Es gibt den „Eyecatcher“, einen acht Meter hoher Spielturm unter anderem mit Kletterwand, Rutschbahn und Bogenrampe, eine 40 Meter lange Seilbahn, Schaukeln, Balancierbalken, Trainingsparcours, ein Beach-Volleyball-Feld und eine Anlage für BMX- und Dirt-Fahrräder.

Mit der Übergabe der Freizeitanlage sei die Neugestaltung des Sportgeländes, deren Planung bis auf das Jahr 2001 zurückgehe, abgeschlossen, sagte Bürgermeister Hahn. In den Gesamtkosten von 1,07 Millionen Euro sei der Spiel- und Bewegungspark mit zirka 360.000 Euro enthalten. Landrat Bernd Woide lobte die Anlage, die für alle Altersstufen etwas biete, und probierte einige Geräte selbst aus. Der Landkreis Fulda hat sich neben weiteren Zuschussgebern mit 22.700 Euro beteiligt.

Die Pfarrer Reiner Modenbach und Karl Josef Gruber sprachen den kirchlichen Segen. Für den musikalischen Rahmen sorgten der Kindersingkreis (Leitung Stephanie Hardegen und Jacqueline Günther), die Kinder der Kindertagesstätte (Leiterin Kornelia Diemerling) sowie der Trommel- und Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr (Leitung Wolfgang Deisenroth). Die Fitnessgeräte wurden von der Gymnastikabteilung des RSC Rasdorf und die Downhill-Strecke von Schülern der Hrabanusschule vorgestellt.

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