Ehrenstadtrat Willi Vogt ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Die Stadt Hünfeld trauert.
+
Ehrenstadtrat Willi Vogt ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Die Stadt Hünfeld trauert.

Nachruf

Stadt Hünfeld trauert: Ehrenstadtrat Willi Vogt im Alter von 82 Jahren gestorben

Die Stadt Hünfeld trauert um einen ihrer profiliertesten Kommunalpolitiker früherer Tage sowie um einen bedeutenden Unternehmer und Ehrenamtlichen: Der Ehrenstadtrat Willi Vogt ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

Hünfeld - Als „unverwechselbare, ja ganz außerordentliche Persönlichkeit“ bezeichnete ihn Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk bei den Feierlichkeiten zu Willi Vogts 80. Geburtstag vor gut zwei Jahren. Dabei nahm er nicht nur Bezug auf das geschäftliche Wirken – Willi Vogt machte aus dem kleinen Familienbetrieb „Mode Vogt“ im Lauf der Zeit ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen –, sondern auch auf dessen unzählige Verdienste als Kommunalpolitiker. Schon 1968 war Vogt als Stadtrat aktiv.

Von 1981 bis 2006 stand Willi Vogt als Erster Stadtrat und damit Vize-Bürgermeister an exponierter Position und übernahm von dort Verantwortung für seine Heimatstadt. An der Seite von Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel wirkte er in ehrenamtlicher Funktion an der positiven Entwicklung der Haunestadt intensiv mit. Für seinen vielfältigen Einsatz zum Wohle Hünfelds verlieh ihm die Stadtverordnetenversammlung in Übereinstimmung mit dem Magistrat im Jahr 2006 die Ehrenbezeichnung Erster Ehrenstadtrat.

Stadt Hünfeld trauert um Ehrenstadtrat Willi Vogt

Die Liste von Willi Vogts Funktionen, die er mehr als drei Jahrzehnte lang wahrgenommen hat, ist lang: stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke sowie der Betriebskommission des Eigenbetriebs Abwasseranlagen, Vorsitzender der Forstkommission, der Brandschutzkommission und der Spielplatzkommission, Kuratoriumsmitglied des St. Elisabeth-Krankenhauses und später der St. Elisabeth-Stiftung sowie der Stiftung Bürgerhospital, um nur einige zu nennen. Zudem war er in verantwortlicher Position, als für den SV Großenbach in den Neunziger Jahren ein Sanierungskonzept erarbeitet werden musste. Von 1978 bis 1986 führte Willi Vogt als Vorsitzender den CDU-Stadtverband. Zudem gilt er als Triebfeder für die Gründung des Gewerbevereins Hünfeld, als dessen Vorsitzender er von 1981 bis 1985 fungierte.

Willi Vogt war ein Mann, der Flagge gezeigt und seine Überzeugungen stets vertreten hat – auch wenn diese unpopulär waren, wie etwa bei der Ansiedlung der JVA in Hünfeld, für die er sich immer stark gemacht hatte. Doch auch die Geselligkeit war dem passionierten Jägersmann sehr wichtig, was sich in seiner Eigenschaft als Förderer und Mitglied vieler Vereine dokumentierte.

Willi Vogt wird am Samstag, 28. August, auf dem Alten Friedhof in Hünfeld beigesetzt. (hw)

Das könnte Sie auch interessieren