Bild: Bircheneder

Täuscht die Sinne: Vernissage im Museum Modern Art mit fotorealistischen Ölgemälden

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Der Maler Stefan Bircheneder aus Vilshofen an der Donau präsentiert seine fotorealistischen Werke Museum Modern Art Hünfeld. In seinen Ölgemälden und Bildobjekten „Nur für Personal“ setzt Bircheneder Industrieruinen und verlassene Arbeitsorte so täuschend echt in Szene, dass man die Spuren der Menschen noch deutlich wahrnehmen kann.

Stefan Bircheneder wird am Sonntag bei der Vernissage vor Ort sein und Rede und Antwort stehen. Der 45-Jährige hat Stipendien und Kunstpreise erhalten und ist auf großen internationalen Kunstmessen sowie in namhaften Kunstsammlungen vertreten. Der Künstler setzt bei seinen Werken in großartiger Weise auf die Täuschung der Sinne und hat sich auf ästhetische Überbleibsel einer untergegangenen Industriekultur spezialisiert.

Realistische Ölgemälde

Im Haupthaus des Museums werden großformatige realistische Ölgemälde gezeigt. Darin setzt sich Stefan Bircheneder mit Industrieruinen und verlassenen Arbeitsorten auseinander. Seine menschenleeren Panoramen und Nahaufnahmen aus stillgelegten Fabriken halten konservatorisch die Entstehung und Entwicklung der Industriekultur fest. Die Spuren der Menschen sind noch zu erahnen. Bircheneder malt überwiegend mit Öl auf Leinwand in Lasurtechnik.

Intimer Rückzugsort – der Spind

In den Gasometern sind Bildobjekte und Leinwandgemälde von Sozialräumen innerhalb von Produktionsstätten zu sehen. Der Künstler fokussierte sich auf die Privatsphäre von Arbeitern in Fabriken. Die als Trompe-l’œil („täusche das Auge“) angelegten Variationen von Spindtüren gewähren dem Besucher einen Einblick in den intimen Rückzugsort der Angestellten – den Spind.

Kunst, Musik, Essen

Musikalisch umrahmt wird die Vernissage mit Swing und Blues von Mike Jehn. Für das leibliche Wohl sorgt der Förderverein des Museums Modern Art. Die Einzelausstellung wird von der Stiftung Museum Modern Art – Sammlung Jürgen Blum mit Unterstützung des Fördervereins präsentiert.

Der Eintritt zu der Vernissage am Sonntag, 20. Oktober, um 15 Uhr ist frei. Die Sonderausstellung ist noch bis Sonntag, 22. Dezember, donnerstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr zu sehen. / lea

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