Der Gedenkstein erinnert an die 1938 zerstörte Geisaer Synagoge.
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Der Gedenkstein erinnert an die 1938 zerstörte Geisaer Synagoge.

„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Biografin von Oskar Schindler spricht zum Auftakt des Gedenkwochenendes in Geisa

Mit einem Gedenkwochenende vom 15. bis 17. Oktober finden die Geisaer Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ihren Abschluss.

Geisa - Die Organisatoren in Geisa zeigen sich sehr erfreut über die große Resonanz bei allen bisherigen Veranstaltungen. Am Freitag, 15. Oktober, wird um 19.30 Uhr im Gangolfisaal der Point-Alpha-Akademie Geisa, Schlossplatz 5, mit einer Präsentation und Vortrag zur Ausstellung „Gegen das Vergessen unbesungener Helden – Oskar und Emilie Schindler“ eingeladen.

Die Ausstellung der Sammlung von Prof. Erika Rosenberg-Band, Biografin von Oskar und Emilie Schindler, wurde in Kooperation mit dem Dr. Sulzberger-Gymnasium Bad Salzungen unter Leitung des Lehrers i. R. Burkhardt Durner erstellt. Als Gastrednerin wird die Schindler-Biografin Erika Rosenberg-Band erwartet.

Thüringen: Biografin von Oskar Schindler spricht zum Auftakt des Gedenkwochenendes

Das Platzangebot ist begrenzt, um Einhaltung der 3G-Regelung wird gebeten. Die Ausstellung ist auch am 16. und 17. Oktober nachmittags dort zu besichtigen sowie vom 18. bis 26. Oktober in der Anneliese Deschauer Galerie während der Öffnungszeiten sowie nach Vereinbarung.

Eine offene Stadtführung zum Thema „Stadtgeschichte und jüdisches Leben in Geisa“ findet Samstag 16. Oktober ab 16.30 Uhr statt. Treffpunkt ist am Marktplatz vor dem Rathaus. Zum Abschluss wird ein jüdischen Festbrot der Bäckerei Faber verkostet.

Einen besonderen musikalischen Höhepunkt wird es am Samstagabend um 19.30 Uhr in der Anneliese Deschauer Galerie geben: Das Konzert „Mir lebn ejbig“ – Lieder und Geschichten der Ostjuden mit Christa Mihm (Leipzig) und dem international bekannten russischen Geigenvirtuosen Dimitri Reznik (Violine, Antwerpen).

Eröffnet wird der Abend mit jiddischer Musik durch den Kirchenchor Geisa. Der Eintritt kostet zehn Euro (ermäßigt sieben Euro). Das Platzangebot ist aufgrund der Corona-Regeln (3G) begrenzt.

 Am Sonntag, 17. Oktober, von 14.30 bis 16 Uhr lädt der Heimat- und Geschichtsverein zum Vortrag und offenen Gespräch mit „Meet a Jew“ – Triff einen Juden zum Thema „Jüdisches Leben und Alltag“ ein. Die Veranstaltung findet in der Deschauer Galerie statt. Das Platzangebot ist begrenzt, um Einhaltung der 3G-Regelung wird gebeten.

Eine öffentliche Führung zum Jüdischen Friedhof in Geisa startet um 16.30 Uhr am Schlossplatz mit Gästeführerin Astrid Weimann-Heim .Bürgermeisterin Manuela Henkel betont, man sei sehr froh, dass sich Schüler des Gymnasiums Vacha in ihrer Abschlussprojektarbeit mit dem jüdischen Leben in Geisa beschäftigten. (zi)

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