Fotos: Hartmut Zimmermann

Umstellung auf elektronischen Rechtsverkehr: HZD in Hünfeld bekommt 20 neue Mitarbeiter

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) ist der IT-Dienstleister des Landes und mit ihrer Arbeit ein wichtiger Faktor für die digitale Verwaltungsmodernisierung in Hessen – auch im Bereich der Justiz. „Derzeit wird die Mitarbeiterstärke der Außenstelle im osthessischen Hünfeld durch hochqualifizierte IT-Fachkräfte um rund 20 Prozent erhöht“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer am heutigen Mittwoch, 25. Oktober, bei einem Besuch der HZD.

Sie lesen eine Pressemitteilung des Hessischen Finanzministeriums im Wortlaut.

Der Minister ist zugleich als Chief Information Officer (CIO) und Bevollmächtigter für E-Government und Informationstechnologie des Landes für die digitale Verwaltungsmodernisierung zuständig.

Der gesamte Dokumentenaustausch sowohl zwischen, als auch mit den Gerichten und Staatsanwaltschaften wird gegenwärtig und in den kommenden Jahren in Hessen schrittweise und nahezu vollständig auf den elektronischen Rechtsverkehr umgestellt. Denn der elektronische Rechtsverkehr mit den Gerichten und Staatsanwaltschaften wird ab dem Jahr 2022 bundesweit verpflichtend.

Die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung an ihrem Standort in Hünfeld ist mit der Entwicklung und dem dauerhaften Betrieb der hierfür erforderlichen Verfahren beauftragt.

„Insgesamt 20 neue Mitarbeiter erhält die HZD, um diese Mammutaufgabe gut meistern zu können“, berichtete der Finanzminister und CIO des Landes. Der Großteil – 15 Mitarbeiter – sei bereits in den vergangenen Wochen und Monaten eingestellt worden. „Wir haben schnell gehandelt und sind gut vorbereitet. Mit dem Doppelhaushalt 2018/2019 werden nun weitere fünf Stellen geschaffen, die bis zum Jahr 2019 besetzt sein sollen.“

„Mehr Personal für die HZD in Hünfeld – mit ihrer Hilfe modernisieren wir weiter die Verwaltung, dadurch stärken wir aber zugleich auch den ländlichen Raum“, so der Minister. Schäfer sagte: „20 neuen Stellen sind ein klares Bekenntnis zum Standort der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung in Hünfeld. Der deutliche Stellenzuwachs in Hünfeld knüpft an die derzeitige Reform der Hessischen Finanzverwaltung an, mit der in einem ersten Schritt rund 200 Stellen raus aus den Ballungszentren in den ländlichen Raum verlagert und Arbeitsplätze in die Heimat und zu den Menschen gebracht werden. Die Stärkung des ländlichen Raums liegt mir am Herzen!“

Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk freut sich über diese Entwicklung: „Die Ansiedlung weiterer Arbeitsplätze im e-justice-Bereich der Außenstelle der HZD in Hünfeld ist für uns eine höchst willkommene Stärkung des Standorts Hünfeld als Kompetenzzentrum für die weitere Digitalisierung der Hessischen Justiz. Gerade die Digitalisierung bietet große Chancen, hoch qualifizierte Arbeitsplätze auch außerhalb der Ballungszentren im ländlichen Raum anzusiedeln. Hünfeld profitiert damit von der Entscheidung der Hessischen Landesregierung.“

„IT und Justiz in Hessen, beides ist untrennbar mit der HZD in Hünfeld verbunden. Beispielhaft hierfür steht etwa die Einführung des Elektronischen Grundbuchs der Justiz und die bislang erfolgte IT-Modernisierung ihrer 13.000 Arbeitsplätze, die unter anderem mit der flächendeckenden Einführung von Internetauftritten der Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizvollzuganstalten mit einheitlichem Design einherging“, fand Hessens Finanzminister und CIO abschließend anerkennende Worte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HZD.

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