Fotos: Hartmut Zimmermann

Video: Großer Festakt zum Tags der Deutschen Einheit auf Point Alpha (mit Fotogalerie)

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Point Alpha - Festakt mit stillem Beginn: Mit einer Kranzniederlegung haben die Ehrengäste am Mittwochnachmittag am Denkmal der Teilung vor dem Gelände des Point Alpha an die Opfer der deutschen Teilung und der Grenze erinnert.

Die Wiedervereinigung Deutschlands sei Grund für „Freude, Dankbarkeit und Stolz“, unterstrich Festredner Staatssekretär Christian Hirte. „Alle Deutschen waren an dieser Entwicklung beteiligt“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete, der auch der Ost-Beauftrage der Bundesregierung ist.

In einer weit ausholenden und analytischen Rede spannte er einen weiten Bogen von seinen Kindheitserinnerungen an den Bauernhof der Großeltern im thüringischen Apfelbach, das zwischen Geisa und Tann liegt, bis zur Frage nach gleichen oder gleichwertigen Lebensverhältnissen in Deutschland. Apfelbach sei aus DDR-Sicht das „Ende der erreichbaren Welt“ gewesen. Wer sich die Entwicklungen dieser Region in den vergangenen 30 Jahren anschaue, der bekomme einen Eindruck davon, was seit 1989 erreicht worden sei.

Helmut Kohl und der US-Beistand

Hirte zollte sowohl den Menschen Respekt, die per Ausreiseantrag oder in der Schlussphase der DDR das Land als Botschaftsflüchtlinge verlassen hatten, als auch jenen, die im Land geblieben und mutig auf die Straße gegangen seien. Dieser Mut habe es gemeinsam mit dem politischen Geschick eines Helmut Kohl und dem Beistand der USA ermöglicht, dass die Grenze fiel und heute vielerorts nicht mehr erkennbar sei.

Für die gastgebende Point Alpha Stiftung hatte Vorstand Dr. Eberhard Fennel die Gäste willkommen geheißen. In seinem Grußwort für das Land Hessen erinnerte Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) auch an die Verdienste der Menschen in Polen und Ungarn: „Ohne den Mut der Bürger von Gdansk und Budapest könnten wir heute nicht feiern“, unterstrich er.

Brigadegeneralin Clark wirbt für Einsatz für Freiheit und Frieden

Das gelte auch für den steten Einsatz der USA, der gerade an Point Alpha immer deutlich werde. Die Erinnerung mache deutlich, dass die Monate in 1989/1990 eine „Wahnsinnszeit“ gewesen sei, sagte seine thüringische Kollegin Dr. Babette Winter (SPD). Angesichts der Unmenge neuer Aufgaben sei es allzu verständlich, dass nicht damals nicht alles richtig ´gemacht worden sei. Doch die Bilanz – Leben in Freiheit und Frieden in einem großen Europa – sei überaus positiv.

Es sei wichtig, Orte wie Point Alpha zu haben, um die Erinnerung zu bewahren, sagte die amerikanische Brigadegeneralin Ellen Clark. Sie warb für den gemeinsamen Einsatz für Freiheit und Frieden. Im Namen des Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Heiko Wingenfeld sprach Stiftungsrat Jürgen Hahn. Der Rasdorfer Bürgermeister rief dazu auf, sich als Bürger bewusst für ein demokratisches Deutschland in einem vielfältigen Europa einzusetzen.

Donnerstag Familientag auf Point Alpha

Am Donnerstag findet auf Point Alpha um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Danach lädt die Point Alpha Stiftung zum Familientag auf dem Gelände des US-Camps ein. Als Festredner zum Jubiläum „30 Jahre Friedliche Revolution und 30 Jahre Mauerfall“ hat die Point-Alpha-Stiftung den Bundestagsabgeordneten Christian Hirte (CDU), der Beauftragter für die neuen Bundesländer ist, als Festredner gewonnen.

Weitere Redner sind Dr. Eberhard Fennel (CDU) für den Vorstand der Stiftung, Mark Weinmeister (CDU), Staatssekretär für Europaangelegenheiten, Dr. Babette Winter (SPD), Staatssekretärin für Europa und Kultur (Thüringer Staatskanzlei) und ein Vertreter der United States Army Europe. / zi

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