Fotos: Alisa Kim Göbel

Viele Bilder, eine Botschaft: 15. Krippenausstellung in der Alten Kirche

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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SARGENZELL - Hier grobe Holzscheite, dort feine Schnitzarbeiten – in der Alten Kirche in Sargenzell können bis 5. Januar wieder viele Krippen aus der Region bestaunt werden. Es ist die 15. Ausstellung der Krippenfreunde Hünfeld.

Von Alisa Kim Göbel

Weihnachtliche Stimmung lag in der Luft, als das Saxophon-Quartett der Mackenzeller Tonica „O du fröhliche“ anstimmte und die Besucher anschließend die 44 Krippen bestaunen durften, die sich im Kirchenschiff, im Chorraum und auf der Empore aneinanderreihen und ganz unterschiedliche Interpretationen der biblischen Geschichte wiedergeben. Zur Eröffnung der Ausstellung mit dem Titel „... und sie fanden das Kind in der Krippe“ begrüßte Wolf-Dieter Preuß, Vorsitzender der Krippenfreunde Hünfeld, die geladenen Gäste.

Intensive Arbeit

„In diesem Jahr liegt der Fokus der Krippenausstellung auf den Rhöner Krippen, die sowohl aus der bayerischen, als auch aus der thüringischen und hessischen Rhön kommen“, erklärte Preuß. Seit einem Jahr hätten die Krippenfreunde passend zum Thema Krippen zusammengesucht. Zwei Wochen vor der Eröffnung sei dann intensiv am Ausstellungsraum gearbeitet worden, um die Krippen in Szene zu setzen.

Seit Jahren werden auch einige Arbeiten der Meisterklasse der Schnitzschule im thüringischen Empfertshausen ausgestellt. So beeindruckt eine moderne Krippe, die 2018 bereits im Landtag in Erfurt stand und als gesellschaftskritische Arbeit gibt: Es sind Holzblöcke in unterschiedlichen Größen, die die biblischen Figuren darstellen und dabei voneinander ab- oder einander zugewandt stehen.

Aber auch klassische Krippen mit feinen Schnitzereien und aufwändigen Bemalungen sind zu finden. Ob mit Hirten oder den Heiligen Drei Königen, ob mit Engel im Kuhstall oder im Freien auf dem Feld: „Jeder Krippenbauer hat seiner Krippe Leben eingehaucht, und obwohl sie so unterschiedlich aussehen, erzählen sie doch alle die selbe Geschichte“, fasste Ortsvorsteherin Pia Biedenbach die Ausstellung in ihrem Grußwort zusammen.

Botschaft des Christentums

Für Stadträtin Martina Sauerbier wird in der Krippe die Botschaft des Christentums zum Ausdruck gebracht. „Jeder ist willkommen, jeder wird angenommen, egal, wo er herkommt oder wer er ist.“ Die Rhöner Krippen seien dabei etwas ganz Besonderes: „Wenn ich sie so sehe, kommen in mir viele Heimats- und Kindheitserinnerungen auf, und mich fasziniert es, dass uns dieses Ereignis noch nach 2000 Jahren in seinen Bann zieht“, erklärte Sauerbier.

Kreisbeigeordnete Mechthild Klee lobte die großartige Ausstellung: „Der Verein zeigt, dass die Krippen nicht nur ein Christenbrauch sind, sondern ein Beispiel für die Botschaft der Liebe und für die Verkündigungen in der Welt. Ich habe leider kein Rezept für weltweiten Frieden, aber ich wünsche mir, dass wir mehr lieben und Liebe verbreiten – so, wie es uns die Krippe zeigt.“ Der katholische Pfarrer Peter Borta berichtete anschließend von vier Schicksalen, die er mit der Adventszeit verbindet.

Viel Lob gab es zur Eröffnung für die Ausstellung, dabei könnte sie die letzte sein: „Ich zähle zu den jüngsten Mitgliedern in unserem Verein, einige Vorstandsmitglieder sind schon über 80 Jahre alt“, berichtete Preuß. Die Vorbereitungen erforderten viele Arbeit, „für die wir uns dringend Unterstützung und Nachwuchs wünschen“, betonte der Vereinsvorsitzende.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung kann von Sonntag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr und am Wochenende sowie an den Feiertagen von 11 bis 17 Uhr bis zum 5. Januar besucht werden. An Heiligabend und an Silvester ist sie geschlossen. Der Eintritt kostet zwei Euro für Erwachsene, für Kinder ist der Eintritt frei. Sonderführungen für Gruppen sind mit Anmeldung unter (0 66 52) 15 13 möglich.

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